Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
175
Einzelbild herunterladen
 

v. Metzradt.

175

Diensten gestanden hatte h. Er kaufte, wie erwähnt, im Jahre 1739das Gut Zschillichau von seinem Vater für 5000 Taler. 6m 6. 6pril1745 wurde er belehnt. 6m 8. Mai 1752 bewilligte ihm der Kurfürst,über seine Gberlausitzischen Mannlehngüter Malschwitz und Zschillichauin kavororn eines seiner 6gnaten intra septimuin §raclum zu testierenund am 24. 6pril 1760 genehmigte er die Lrbverwandlung der GüterGber-Malschwitz mit dem darin befindlichenSchobischen Lehngarten", sowieZschillichaus. Hans Carl starb zu Malschwitz am 6. Oktober 1765 im6l.ter von 68 I. 3 W-, nachdem er eine bedeutende Stiftung für seinewendischen Untertanen gemacht hatte ^). Universalerbe wurde Hans6dolph v. M., der einzige Sohn seines verstorbenen Vetters Friedrich6ugust v. M. (vergl. S. 172).

V. Linie Kleinförstchen.

Hans v. M. auf Kleinförstchen von Bautzen), Groß-

welka (blbl^V von Bautzen) und Lubachau (bl von Bautzen) warvermählt mit Katharina geb. v. Mistelbach. Sie überlebte ihrenGatten und starb im 6Iter von 72 Jahren am Montag zu Martini1616 fl 1. Novembers um zwei Uhr nachmittags und wurde in der Kirche zuGöda begraben^). Hans hatte zwei Söhne: Hans Georg und Fried-rich. Frau Katharina teilte zehn Jahre vor ihrem Tode, damals bereitsWitwe, ihre Güter unter ihre Söhne derart, daß Hans Georg Großwelka,Friedrich Kleinförstchen, beide zusammen das Gut Lubachau erhielten.6m 11. September 1606 wurden sie belehnth. Das Stückgut Liebenau(bM von Kamenz), das den Brüdern auch gemeinsam gehörte, verkauftensie dem Landeshauptmann und 6mtsverwalter Taspar v. Metzradt aufDoberschütz, der im September 1606 mit Liebenau belehnt wurde'').

1. Hans Georg v. M-, der eine Sohn Hansens, aus Großwelka,war vermählt mit Susanna v. Ziegelheim, Tochter Heinrichs v. Z.zu Großgrabe. Zufolge der am 28. Juli 1619 zu Lubachau ausgerichtetenEheberedung brachte sie ihrem Gatten 1200 Fl. Meißnisch, jeden zu27 Silbergroschen, zum Ehegelde mit, woraus er sie auf seinen Todesfallmit 1200 Fl. Meißnisch zum Gegenvermächtnis oder mit 100 Fl. jähr-lich zu verleibgedingen versprochen,inmaßen er dann solche verleib-gedingnus auf sein ganzes Guth Großwelcka und vermögen dirigiretund gerichtet hätte" °). 6m 28. 6pril 1632 erhielt sie den Leibgedinge-

>) -6. Gen. Boa. 11344, Metzradt.

2) Laus. Monatsschrift 1744, II, S. 648.

3) Neues Laus. Mag. Bd. 68, S. 238. Ihre Schwester, Jungfrau Barbara geb.Müsselbachin" a. d. H.Leindach", Tochter Georgs v. Mistelbach, starb wenigeMonate zuvor, am Freitag vor Driurn rkAvrn 1616 s4. Januars in Kleinförstchen imMer von 6d I. und wurde in der Kirche zu Göda begraben. Ebenda. DieSchwiegermutter Hansens y Metzradt wirdNnna v. Mistelbach sei. zu Freiberg"genannt. Lin zweiter Schwiegersohn von ihr war um 1583 Nickel v. Miltitz aufSiebeneichen. I. K. Seidemann, Überlieferungen zur Geschichte von Lschdorf,Dittersbach und Umgegend, 1860, S. 155 Mm. (Seidemann nennt den Hans v. Metz-radt irrtümlichHans v. Megreden").

ft H.-St.-Ü. Noo. 4545, verzeichnüss der Lehen rc., Fol. 31b.

ft Ebenda, Fol. 32. ft Lehnsakten Großwelka.