Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
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v. Metzradt.

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oder 1624. Er gehörte zu den wenigen Dberlausitzischen Edelleuten,die, an den Böhmischen Unruhen beteiligt, vom Kurfürsten JohannGeorg I. in seinem Kezeß vom 21. Februar 1621 nicht zu Gnadenausgenommen wurden h. Da Laspar v. M. keine Kinder hinterlassenhatte, so erbte sein Bruder Abraham der I. dessen Güter Malsch-witz und voberschütz und ebenso sein Bautzner Burglehnhaus mitGarten. Abraham d. I. besaß auch Gppeln (blO von Löbau). Erhatte dieses Gut gekauft von Hans v. Gersdorff aus Kittlitz. Die dazugehörigen Untertanen zu Uosenhain (80 von Gppeln),so zu demHospital zu Ueichenbach behörig gewesen", hatte er im Jahre 1608 vonHans v. Warnsdorf aus Kuhna^), einige Untertanen vom Domkapitel zuBautzen gekauft. 1621 verkaufte Abraham d. I. Gppeln nebst Zubehöran Heinrich v. Metzradt. Im Jahre 1622 verkaufte er auch dasGchsen-holz" an den Dekan des vomstifts zu Bautzen, Gregor Khattmannv. Maurugk, für 400 Taler. Dafür erwarb Abraham d. I. im Jahre 1622von den Vormündern der Erben des verstorbenen Siegmund v. Zezschwitzdessen ziemlich stark verschuldetes Gut pließkowitz (IffO von Bautzen)und erhielt es am 18. April 1622 zu Lehn verreicht. Abraham hinter-ließ als Witwe Eva v. Wolssersdorfs, geboren am 19. Januar 1591zu Tornow U.-L., die in erster Ehe vermählt gewesen war und zwarseit dem 16. Januar 1616 zuNeuendöber" mit Johann Georg v.ponickauaus Elstra. Mit Abraham d. I. hatte sie sich im Jahre 1620 verheiratetund starb, 71 Jahre alt, am 15. Januar 1662h. Abraham hatte seinerWitwe am 5. Mai 1623 verordnet zu einer Behausung auf Lebzeiten dasGebäude auf dem unteren Vorwerk zu Malschwitz samt Scheunen undStällen, das vorher Nikol v. Gersdorff inne gehabt; daneben 31 ScheffelAcker, 8 Fuder Wiesewachs, das kleine Teichel vor dem Hofe, den Platzhinter Heinrichs o. Nostitz Hof samt daraus befindlichen Gbstbäumen,sowie alles, was er an Siegmund v. Eberhardt vermietet hatte; fernereinen Gärtner und einen Häusler, die Hälfte alles Silberwerks, dannein Stück Gold von zehn und eines von sieben Dukatenan Kettichen";auch sollten ihr vier Kühe gehütet werden; endlich solle sie jährlich einhalbes Schock Karpfen, eine Mandel hechte, von jedem Gebräu eine halbeTonne Vier, drei Kannen Langwel, eine halbe Tonne Frischbier undzwei Zuber voll Trebern erhalten, verändert sie ihren Witwenstand, soerhält sie anstatt alles dieses 500 Fl. zu einer Behausung^.

Abraham d. I. hinterließ zwei Söhne:

Caspar undHans Bbraham.

Am 23. März 1624 erhielten diese beiden Gebrüder v. M. einenLehnsmutungsschein über die an sie gefallenen väterlichen Güter. Laspartat am 12. Juli 1625 für sich und als Kurator seines unmündigen

ff Großer a. a. D. I, 8. 235, Nnm. v.

-) ff.-5t.-N. Loo. 9545, verzeichnüss rc., Zol. 62b.ffloß, Geneal. Nachrichten, Bd. X, v. Metzradt.

ff ff.-5t.-N. Noo. 9520, Gberlaus. Iustizsachen, vol. XI. - Der spätere Besitzerv. Malschwitz oder eines Nnteils, Peter v. Gersdorff, machte ihr verschiedenes streitig.