Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
118
Einzelbild herunterladen
 

118

v. Luttitz.

heutigen Kreise Hoyerswerda gelegenen Walddie große Gtterschütz";am 20. März l688 wurde beide mit dieser Waldung belehnt.

Aus Lsaias' II- Ansuchen, ihm die Güter Piskowitz und Baselitz inErbe zu verwandeln, erfolgte die landesherrliche Genehmigung am ,

13. Dezember 1666H. Die Güter Lieske und Gßling verkaufte er 1684an Hans Adam v. Schönfeldt auf Wachau rc.

Lsaias II. nahm teil an der am 2./12. September 1684 in Bautzenabgehaltenen Ehrentafel und zwar saß er mit an der landvogteilichenTafel 2).

Nach längerer Krankheit starb er am 6. September 1692 undwurde in Gßling begraben, vermählt hatte er sich mit SophieElisabeth v. Hoym, Tochter Thristophs v. H. auf Guteborn und Ruh-land, kurfürstlich Sächsischen Rates und fürstlich Braunschweig-Lüneburgi-schen Gberhofmarschalls, Geheimrats und Vize-Hofrichters zu Wolfenbüttel,Lrbkämmerers des Fürstentums Halberstadt uno Domherrn zu Naum-burg. Am 12. Juli 1662 ließ er sie gegen 2000 Gulden, die sie ihminhalts seiner mit ihr ausgerichteten Ehestistung zugebracht hatte, ausLieske und pertinentien verleibgedingen.

Esaias II. hatte folgende Kinder (13):

1. Thristoph Gottlob, erhielt in brüderlicher Teilung vom10. November 1692 die Güter Piskowitz und Baselitz; am 13. No-vember desselben Jahres erhielt er den Erbbries. Tr verkaufte beideGüter am 21. Februar 1695 an seinen Schwager Johann Heinrichv. Zezschwitz aus Hähnchen. Dieser trat ihm dafür das KunkellehngutWeidlitz (bIV/ von Bautzen) ab und zahlte 28400 Taler bar heraus.

Am 18. INai 1695 belehnt, verkaufte Thristoph Gottlob das Gut weidlitzbereits am 17./27. August 1696 an den kurfürstlichen GberstwachtmeisterWolf Friedrich v. Luttitz (vergl. unten S. 121).

Thristoph Gottlob v. L. vermählte sich zu Dresden am 26. Februar1693^) mit Frau Lrdmuth Dorothea geb. v. pslugk, Witwe deskursächsischen Stallmeisters Thristian Friedrich Radiborski v. SechzeburH.

Er hinterließ zwei Töchter:

>) Elias berichtete dem Kurfürsten in seinem Gesuch vom 12./22. November1666, er habe in seiner vor fünf Jahren geschlossenen Ehe noch keinen Lohn gehabtund bat . . .ob ich nun wohl 1. an Gottes allmächtigem Legen, womit er michdiesfalls ins Künftige gnädig ansehen möchte, nicht zweifle, und 2., Gottlob, sothanigergesunden Jugend und vermögenden Leibeskräften bin, daß ich in einem Küras einPferd besteigen und also vermöge Königs Ferdinandi I. denen Landständen des Nlark-grasthums Dberlausitz am 21. Februarii anno 1644 gnädigst ertheilten privilegiimeine Lehngüter ohne Jemandes kyliderniß zu verkaufen und also allodial zu machenbefreiet, auch über dies 3., und dafern ich gleich dieses stattlichen privilegii mich nichtbedienen wollte, vermöge der anno 1653 gnädigst confirmirten und publicirten Lehns-ordnung . . . von meinen Lehngütern zu Ausstattung meiner Töchter . . . porultirnarn voluntatsin zu disponiren befugt und bemächtigt bin" ... um die Lrb-verwandlung der Güter Piskowitz und Baselitz. Lehnsakten der betr. Güter.

2) Larpzov a. a. G. I, S. 174. 1

H v. Feilitzsch a. a. V., S. 164.

y Die Nadiborski sind eine Böhmische Familie. Tin Johann Wolfgang v. N.starb 1680 als Exulant in Dresden. Gauhe, Adels - Lexicon, I. Bd., 1740, 5. 1771.