Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
97
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v. Lüttichau.

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Gattin als Heiratsgut erhalten; am 23. November l769 wurde er belehnt.Testamentarisch vermachte sie ihm ferner die Güter Nieder-Gurig,Klein-Dubrau, Briefing Nieder-Guriger Anteils; am 15. Juli 1788empfing er den Lehnbries. Diese zuletzt genannten Güter verkaufte eram 1. Juni 1796 seiner Nichte Juliane Eleonore Augusta Gräfin v. Schön-burg, geb. v. L. Sie setzte er auch durch Testament vom 21. November1794 als Universalerbin ein.

II. Ast.

Wolf Heinrich v. L., geboren am 2. Juli 1621H, der zweite SohnNikols, stand mit seinem jüngeren Bruder Thristian unter Vormundschaftdes ältesten Bruders Siegfried, ferner Thamms v. Bärenstein (Bernstein)auf Bärenstein und Wolf Siegfrieds v. L. auf Falkenhain. Er war kur-fürstlich Sächsischer Kammerjunker und besaß Kraußnitz, Böhla undNaundorf bei Grtrand. Vermählt war er mit Margarethe v. Treskowa. d. H. Milow.

von seinen Söhnen starb Adam Heinrich im Jahre 1685inMorea vor Talamatha" ohne Erben ^).

Der andere Sohn, der den Namen seines Vaters führte, WolfHeinrich d. I?), geboren am 24. Juni 1667 morgens um drei Uhr,trat 1685 in kurfürstlich Sächsische Dienste als Kornett, wurde Leutnant,Flügeladjutant, 1690 Hauptmann in den Sachsen-Gothaischen Truppen,mit denen er 1692 in kaiserliche Dienste kam, bis 1706 blieb und zumHauptmann undNöm. Kais., auch zu Ungarn und Böhmen Kgl. Maj.bestallten Dberstwachtmeister" avancierte. Am 14. November 1722 starber. vermählt hatte er sich im Jahre 1692 mit Sophie Louisev. Brösigke, Tochter Maximilian Friedrichs v. B., Seniors und Dom-herrn des Stifts Brandenburg, aus Badegast rc. Am 10. April 1707kaufte Wolf Heinrich d. I. von Ferdinand Siegismund v. Mesenauauf preilsdors das Gut Gber-Gertmannsdors (88V^ von Lauban)für 30000 Taler. Am 22. Juli 1707 schenkte dieser dem v. L. sämtlicheKaufgelder, da letzterer . . .zeithero zu ihm eine sonderbahre Zuneigungspühren lassen und solche durch unterschiedene Proben wahrer und auf-richtiger Freundschafft an Tag geleget hat, dahero auch das gute ver-trauen zu ihm geschöpffet, daß er in sothaner Dexterität und Freund-schafftsbezeugung ferner continuiren werde und hingegen sein erkäntlichesund danckbahres Gemüthe in der Nealität zu zeigen bei) sich schlüssigworden" . . ?). Erst am 7. Juni 1715 erhielt Wolf Heinrich die Be-lehnung, da sowohl der kurfürstliche Fiskal, als auch die Vormünderdes Sohnes Hans Taspars v. Uechtritz, welch letzteren der v. Mesenaubei Lrkaufung des Gutes (Ober - Gertmannsdorf in die Mitbelehnschast

tz H.-St.-K. Gen. 1.06. II3Z7, Lüttichau, vol. I.

2) Lehnsakten Ruhländer Wald und Heide, vol. I, Fol. 48; Über die Schlachtvon Ualamata am 4./I4. September 1685 siehe v. Friesen, Die Feldzüge der Sachsenin Morea, v. Webers Archiv für die Sächsische Geschichte, II. Bd., S. 225 ff., bes. S. 244.tz Laus. Magazin 1777, S. 247.tz Lehnsakten Gber-Gertmannsdors.