v-. Löwendal.
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Heinrich Wilhelm v. L. kaufte am 9. August l700 von HausChristoph v. Gersdorff das Gut Gber-Herwigsdors (80 von Löbau)und wurde am 1. Juli l70l belehnt. Zu Walpurgis 1707 verkaufteer das Gut an Caspar Georg v. Gersdorff. vermählt war HeinrichWilhelm mit Johanna Sidonia geb. v. Maxen, geboren 5. Februar1676, gestorben 30. Juli 1701h.
In den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts machte sich wiederein v. L. in der Gberlausitz ansässig: Der königlich preußische Haupt-mann v. d. A. in Dresden Ernst Ferdinand v. L. kaufte am 19. August1826 von dem Tuchfabrikanten Christian Wilhelm Pilz zu Aoßweindas Allodialrittergut Schönau (blO von Kamenz) nebst dem Kunkellehn-gut Schmerlitz (8 von Schönau) für 35000 und 10000 Taler. Am25. August 1826 erhielt er den Erb- bezw. Lehnbries ausgesertigt.Schmerlitz verkaufte er am 1. Februar 1830 für 9200 Taler an seinenSchwager Johann Ernst August Elstner, Schönau am 22. August 1837für 42000 TIr. an das Stift Marienstern.
Wappen: Stammwappen. Schild geteilt. Gben in Blau eine
wachsende nackte Mohrin, die Arme in die Seiten gestemmt, mit goldenenArmspangen und Halskleinod, um den Kopf eine rot-silberne Binde mitabfliegenden Bändern; unten geschacht von Bot und Silber in vier Reihen.Helm gekrönt. Kleinod: Die wachsende Mohrin. Decken rot-silbern.
Die freiherrliche Linie - Johann Friedrich v. L., kurbranden-burgscher Gberhauptmann und Verweser der Herzogtümer Krossen undZüllichau erlangte l642 den Freiherrnstand h - ist in der Gberlausitznicht ansässig gewesen.
Gräfliches Wappen: Schild geteilt, ganz wie oben angegeben. Aufdem Schilde die Grasenkrone. Darüber drei gekrönte Helme. Kleinodder beiden äußeren: Ein rot-silbern, bez. silbern-rot geschachter Flügel.Kleinod des mittleren: Die wachsende Mohrin. Decken rot-silbern. Schild-halter: Zwei Mohren mit silbernem Schurz. Tpross, Wappenbuch derSächsischen Staaten, I- Band, 1852, Taf. 39.
v. Löwendal, Freiherren, auch Grasen.
König Friedrich III. von Dänemark, gestorben am 9. Februar 1670,hatte einen natürlichen Sohn Ulrich Friedrich Güldenlöw, geboren am4. Juni 1638, Statthalter in Norwegen bis zum Jahre 1700, gestorbenam 17. April 1704. Ein Sohn dieses Güldenlöw, erzeugt mit der auseinem alten Dänischen Geschlecht stammenden, im Jahre 1714 in Hamburggestorbenen Sophia v. Uhren war Waldemar l. Baron v. Löwendal^).Geboren am 25. September 1660, stand er zuerst in holländischen, dann
ff Nach der Inschrift ihres Grabsteins in Herroigsdorf. Gurlitt, Lau- undUunstdenkmäler Sachsens, 34. Heft, S. 2t4.
-) Nneschke, Neues allgemeines Deutsches Ndels-Lexicon, V.Band, 1864, S. 600.
h I. Hübner, Genealogische Tabellen, I. Teil, 1737, Taf. 87; vergl. auchT. velsse, Geschichte der Höfe des Hauses Sachsen, V. Teil, S. 324, sowie das UrteilHaxthausens über Baron lvoldemar I, ebenda S. 327.