v. Locbcn.
73
5.1. Thristoph Rudolph, * 4. Juli 1604, im Jahre 1634genannt „zu Neukirchen", kurfürstlicher Leutnants.
6.1. Hans Georg, * 19. November 1602 (Jul.), ch 20. No-vember 1612.
7. III. Maria Magdalena, * zu Medewitz 31. Mai 1614.
8. III. Hans Wolf v. L., der jüngste Sohn Hansens, geborenzu Medewitz am 14. September 1617 alten Kalenders, begab sich inkursächsische Militärdienste und stand 36 Monate lang, bis zumDezember 1637, im Regiment Dietrichs v. Taube ch. Er erwarb am31. Dezember 1641 von Thristoph Rbraham, George Taspar undThristoph Ernst Gebrüdern v. Sommerfeld das Gut Gber-Bellmanns-dorf (W8W von Lauban) und bat den Kurfürsten am 18. März 1667,dieses Gut aus der Rrt des Mannlehns in Spill- oder Kunkellehn zuverwandeln 2). Rm 28. September 1667 vollzog der Kurfürst die Erb-oerwandlung und am 8. März 1668 erhielt Hans Wolf den Kunkel-lehnbries.
Hans Wolf erschien mit unter den angesessenen GberlausitzischenRdeligen, die am 16./26. Juli 1657 dem Kurfürsten Johann Georg II.in Bautzen huldigtenh. RIs einer der zehn Büros curiao nahm erferner am 28. Mai 1663 an dem Mannlehngericht teil, das auf demSchloß Grtenburg in Bautzen abgehalten wurde^). Er starb am20. Rugust 1682.
Hans Wolf war vermählt mit Ursula Sibplla geb. v. hoberg,Witwe Earls v. Gppell"). Line weitere Gattin kennen wir nicht mitNamen.
von Hans Wolfs Kindern vermählte sich eine Tochter, UrsulaSibplla, mit Thristoph Rbraham v. hoberg auf Berna.
Hans Wolfs unmündiges Söhnchen:
>) H.-St.-A. Geneal. Boa. 11333, Loeben.
-) Vas ihm von Dietrich v. Taube am 6. Dezember 1637 ausgestellte Attestsiehe in den urkundlichen Beilagen am Schlüsse des Werkes.
tz Sn seinem Gesuch heißt es: ... „Alldieweil die irrdische Nlayestät durchwohlthun und begnadigung der unsterblichen Gottheit nachzuarthen pfleget und unterTw. Lhurfürstl. Durch!, höchstlöblicher friedferttigen Negierung Ihre gehorsamste Unter-thanen unzehlich viel Gnade und hohe gutthaten täglich genössen, so werde auch ichdadurch in meinem unterthänigsten proposito nicht wenig animiret und zu deroselbenalß einem qusllreichen gnadenbrunnen zu Beföderung meiner sonderbahren Angelegen-heiten meine gehorsamste Zuflucht zu nehmen allerdings unterthänigst veranlasset" ...wegen seiner „annoch übrigen Tochter" bittet er ihm sein Stückgut Ober-Bellmanns-dorf in Spill- oder Bunkellehn zu verwandeln. Sein einziger Sohn war in derJugendblüte gestorben. Hans Wolf sucht sein Gesuch zu befürworten, indem er hervor-hebt, daß er . . . „sonders Ruhm zu melden ... in die 36 NIonath unter der Leib-Guardi zu Bosse gedieuet und in allen oeeasioiren mein zukommendes cisvoir mög-lichstermaßen erwiesen, bevorab aber in der wietstocker Schlacht, worinnen sich Ihr.Lhurfl. Durch!. Höchstseel. Andenckens persönlich befunden, mit höchster Gefahr meinesLebens dero Leib-Standarte salviret und mit Ehren davon gebracht habe". . .H.-St.-A. Boa. Y547, Das 5. Buch Gberlaus. Lehens-Sachen, 1643 — 67, Zol. 253.
h Vberlaus. Nachlese, 1771, S. 345-347.
''fl Weinart, Lehnrecht des INarkgrafthums lvberlausitz, II, S. 306.
°) Bloß, Geneal. Nachrichten, INspt. Vd. V, v. hoberg.