Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
311
Einzelbild herunterladen
 

aus dem Kopf, noch aus dem Herzen, sondern gehen immeraus einem Gedicht, neben dem Kopf vorbei, in das andere.Wir im Churfürstenthum sind sreilch frei, und freier, glaubeich, als die Engländer. Ist denn aber Germanien, wovon Hr.V. redet, unser Churfürstenthum? Hat Andre nicht andereLänder auch besucht? wo ist denn das Land, wo der Deutschefür Freiheit ficht? Trägt nicht Er, dessen Vorfahren das Jochdes polirten Römers nicht tragen wollten, das sie vielleicht mitVortheil für uns getragen Hütten, jetzt an hundert Orten dasJoch der Fuchsjäger und der Pfaffen, so still, so gedul-dig, wie das Thier, von dem die Metaphor hergenommen ist?Er läßt sich verkaufen. Weiß Hr. V., wer Linguet's') weißeNeger sind? Wo der Deutsche frei ist, da ist er es gottlob!nicht durch Stierkraft. Seine Regenten sehen, daß ihr ei-genes Glück auf der Freiheit ihrer Unterthanen beruht. Das istFreiheit durch Aufklärung, und unendlich mehr werth, als alleerfochtene. Ja fürwahr, wäre Andre ein Neapolitaner ge-wesen, und Hr. V. hätte ihm zugesungen: sage, Du kämestus dem Lande, wo die Apfelsinen an den Heerstraßen wachsen,ich hätte es ihm eher verziehen. Und das Schwert, dasfür den himmlischen Glauben blitzt! Gott behüte alleMenschen vor dem Lande, wo man das Schwert für den himm-

'1 Simon Nicolas Henri Linguet, geb. 1736, gest. 1794,Verfasser einer Histoiro äes revolutions äs I'ompire romsininemoires sur la Laslillo, annsles politiguos etc.