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dem feinsten Gefühl für das Schöne und Erhabene, dabei auchmit Muth ausgerüstet wäre, gegen alles Schimpfen deutscherNuhmlieferantcn und enthusiastischer Pinsel unempfindlich zubleiben, unserm Vaterlande die unerreichbare Erhabenheit man-cher Stellen der Mcssiade, nicht mit Erclamationcn (denn wennder Ausrufer ein Tropf ist, so ist ja das Lob ohnehin nichts),sondern mit Hinweisung auf menschliche Natur darlegte, aberauch bald das Leere und bald das Überladene in manchen Er-dichtungen zeigte, durch das es schwer wird durchzukommen;ein solcher Mann würde sicherlich dem Dichter und seinem Va-terland den größten Dienst leisten, da jetzt in Deutschland, wosich die Jugend fast allgemein auf Poesie legt, anstatt, daß sieabwarten sollte, bis sich die Poesie auf sie legte, jeder Bube,der ein paar Ioco8 communes oder ein Pasquill auf unsereNachbarn in verdrehte Constructioncn einflechten, und sie sichauf seiner Stube mit epileptischem Anstand vorlesen kann, glaubt,er ahme Klopstockcn nach. Klopstock's Genie würde dadurchfür die Welt im reinsten Glanz erscheinen, würde weit über dieNebel, womit es das sehr verdächtige Lob einiger Schwachenvor Vielen verhüllt, erhaben, sicherlich die wächsernen Flügelseiner Nachahmer schmelzen. Ja ich bin überzeugt, ei» solcherMann würde mit seinem Bündchen, worin er mit Würde lobteund mit Strenge tadelte, Klopstock's Ruhm mehr zulegenals — (mein Gott! wie ich die Namen vergesse!), als dasDing zu Kiel mit seinen Alphabeten '). Und was soll denn') ? Klopstock. In Fragmenten aus Briefen von TellowIV. 2«