Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
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ein Zeichen nörhig, wie z. B. im deutschen ehrlich, denn er-lig würde er ürrlich lesen, wie in herrlich. Ich setze diesesbloß als einen Wink her. Hr. V. mag damit machen was erwill. Haben aber die Nömer ihre o zuweilen wie ä gelesen,woran ich gar nicht zweifle, so ist sür uns, die wireben das thun, das e das beste Substitut für das >/ der Grie-chen. Weil sich die gleichzeitigen Römer damit befriedigten, sokönnen wir im Jahr 1782 das wohl auch. Wir sind auch schonlängst so klug gewesen, es zu thun, und nur seit einigen Jah-ren sind einige junge Leute so unklug, es nicht mehr thunzu wollen.

Daß das 7 oder n aus vu entstanden sei, haben Cera-tinus'), Mekerch") und Greifer'") wahrscheinlich gefun-den. Für Niederländer, und das waren Erasmus sowohlals Ceratinus und Mekerch, gab dieses doppelte e einensehr natürlichen Bewegungsgrund ab, das wie a zu lesen,weil, wo ich nicht irre, die Holländer ihr doppeltes e, wennes nicht am Ende des Worts vorkommt, so lesen. Ein Deut-scher und ein Engländer würden bloß auf die Dauer des Lau-tes geschlossen haben. Denn wenn diese Verdoppelung des Vo-cals eine Abänderung des Lautes andeutet, so kann sie so

') Jo. Ceratinus, aus Hoorn in Holland, übersetzte danachseinen eigentlichen Namen: Teyng, ins Griechische, gest. 1530.") Adolf Metkerkc, geb. 1527.

Jakob Greifer, geb. 1560, gest. 1625.