S. Sie sprechen die mittlere Sylbe so breit aus, war dasein heiliger oder ein bekannter Mann?
R. Kennst du denn den Homäros nicht? Der Homä-ros ist der Homer.
S. Also ist der Homer der Homäros? Will das soviel sagen, daß er nicht sehr verehrungswürdig war, da er Ihnenerschien, oder was ist das?
R. Nun merke ich erst, wo dich der Schuh drückt. Höre
also: Für die bekannten Namen habe ich zweierlei Orthographie,und für die unbekannten-warte, ich weiß es selbst manch-
mal nicht recht, — ja richtig, für die bekannten Namen zweier-lei, eine poetische, d. i. polüsüllabilisch-immerose und dann fürdie Rede zu Fuß eine minder bepackte. Ich schreibe also in denNoten Homer und im Text Homäros.
S. Wie schreiben denn der Nector im Inder?
R. Junge, spotte nicht. Der Inder reimt sich von vorncn,und was sich reimt ist keine Poiäsie.
S. Aber wenn nun das Wort Jesus im Text vorkäme?
R. (er holt aus, um ihm eine Ohrfeige zu geben.)
S. (zurücktretend.) Nun verstehe ich's. Ich danke gehor-samst. Aber nun, bester, sanftmüthiger Hr. R., erlauben Siemir nur noch eine einzige Frage. Sie sagen in eben dem M ei-se o S. 238 (denn ich habe es gelesen, verstand aber vor derangedrohten Ohrfeige Manches nicht recht), der Übersetzer könnenichts weiter, als die hörbarsten Haupttöne der Griechen, nachder wahrscheinlichsten Bestimmung mit der nächsten deutschen