Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
258
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noch seine Freunde. Mein Gott! wie viel mögen diese gutenLeute sonst »och mehr nicht fühlen! Mir ist es unbegreiflich,wie man nicht einsehen kann, daß man durch solche eben soleichte, als unnütze Neuerungen schnurstraks das Übel befördert,welches man heilen wollte. Man will viererlei Orthographien zueiner einzigen bringen, und bedenkt nicht, daß man eigentlichnur eine fünfte erfindet. So viel sehe ich indessen sehr deutlich,daß unbändiger Eigendünkel bei den Meisten die Ursache vonsolchen Unternehmungen ist, und in der That es gehört sehrviel Eigendünkel, verbunden mit großer Unerfahrenheit in derWelt dazu, zu glauben, Deutschland werde sich sogleich jede muf-fige Grille gefallen lassen, die man in seinem erhabenen Luft-schloß ausheckt.

Aber Hr. Boß will ja nur die hom arischen Helden sozcr-Voßen, denn den Ungclchrten, die kein Griechischverstehen, ist das einerlei, ob sie sie falsch oderRECHT (Otterndorf 1781!) aussprechen, und für die,sagt er, übersetzt man ja nur. Wieder eine rechtschreibe-rische Ausflucht, so wie man sie von einem Un gelehrten, derwenig mehr als Griechisch versteht, erwarten konnte.Hr. V. sollte nur für die Leute übersetzen, die nichts von denhomerischen Helden und Göttern wissen? Nein! Das glaubeich ihm in Ewigkeit nicht, eben so wenig als ich glaube, daßer für die Buchbinder übersetzt hat. Wenigstens Hr. Bode')

°) Joh. Joachim Christoph Bode, geb. 1730, gest. 1793.glücklicher Übersetzer von Voriks empfindsamer Reise rc.