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gnädigst nicht ganz in Abrede sein, daß Uns jener Schritt, we-gen der sonderbaren Art, womit Ihr Euch dabei betragen habt,in etwas nach gerade zu gereuen anfängt. Sagt, ward Ihr,Starrkopf, nicht Ursache, daß meine geschcutestcn Kinder, ichmeine die Christen, einander fast auf eine recht unchristlicheWeise sich darüber in die Haare gerathen wären? Und hättenmeine lieben Protestanten, die noch dazu Recht hatten, nichtnachgegeben'), so hätten in den gemischten Städten die dop-pelten Ostern und Pfingsten natürlich auch doppelte dritte Feier-tagsandachtcn auf den Wirthshäusern und Krüge» nach sich ge-zogen. Hieraus wären natürlich doppelte gelehrte Dispüte zwi-schen Fleischer-, Schuh-, Müller- und andern Knechten entstan-den, woraus denn nothwendig ein reciprokes Satyrisircn, Prü-geln und Moreslehren gefolgt sein würde, erst mit dem Stuhl-
') Auf dem Reichstage von 1582 hatten die katholischenReichsstände den gregorianischen Kalender angenommen,den die protestantischen zurückwiesen. Im Septbr. 1699 faßtejedoch das evangelische Lorpus in Regensburg einstimmig einenBeschluß, der die bis dahin bestandene Differenz, durch Einfüh-rung eines verbesserten gregorianischen Kalenders vorn Jahre 1760an, aufhob. Nur bei Bestimmung des Osterfestes folgten dieProtestanten einer von der gregorianischen abweichenden richtigernBerechnung, so daß die Ostcrfeier beider Theile noch von Zeitzu Zeit um 8 Tage von einander abwich. Erst 1770 wurde,durch Annahme eines durchgängig gleichen Ncichskalcnders, auchdieser Unterschied entfernt.