Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
229
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Unserer Thronbesteigung und glorreichen Regierung Euch bestän-dig mit Gnadcnbezeugungen überhäuft haben, wogegen EureUns zwar pünktlich geleistete, aber immer an sich unbeträcht-lichen Dienste keineswegs gerechnet werden mögen. Kraft desEuch zugeflossenen Decrcts sul, dato den ersten Jenncr anno l..V. L. X haben Wir Euch zu unserm Neichsgroßlatcrneuträgcrund ersten Leibtrabanten allergnädigst bestellt, und Ihr habt,was das Letztere anbetrifft. Euch so verhalten, daß Wir gnä-digst cingestehen, Wir würden Uns höchsten Orts einer gnä-digen Lüge schuldig machen, wenn Wir sagten, Ihr seid darinuntreu verfahren, maßen Uns Ihr auch nicht ein einziges Malden Rücken gewandt. In Betreff aber des Neichögroßlaternen-trägcramts, sei es Euch huldreichst unverholen, daß Ihr das-selbe gleich anfangs in meinen besten Staaten ziemlich ökonr-misch (um Uns jetzt aller minder huldreichen Ausdrückungen zuentheben) verwaltet, und Euer Licht oft verlöschen lassen, wennes am nöthigsten war, und dadurch nicht selten Anlaß zu aller-lei Konfusionen, und alle Mal ein böses Exempel, gegeben habt.In Eurem Archiv wird sich noch ein deßhalb an Euch in demersten Jahre Unserer Regierung ergangcnes gnädigstes Alonito-rium befinden, worin Wir Euch ein solches in gnädigst der-ben Ausdrücken verwiesen. Als Ihr aber augenscheinlich denStarrkopf und gewissermaßen den Mann nach der Uhr zu machenanfingt, so haben Wir huldreichst, nach reiflicher Überlegungund in Rücksicht auf Euren anderweitigen Diensteifer nachgege-ben, und in Unsern Hauptstädten Gassenlaternen anzulegen