Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
179
Einzelbild herunterladen
 

179

dacht, einen geheimen Besuch am Tage in der Eajütc angenom-men zu haben. Bei Nacht hat er nie welchen gehabt. Seinevorige Gesellschaft soll ihn oft zum Trinken haben zwingen wol-len, aber immer vergeblich. Diese Tugenden, die bei einem sogesunden Manne, in jeder Lage in der Welt, Bewunderungverdient haben würden, find hier derselben desto würdiger, alser sie in einem Stande übte, der dieselben oft mitunter wohlgar für Unanständigkeiten hält.

In Ansehung seiner Religion schien er ein von allem Aber-glauben gänzlich entfernter Mann zu sein. Seine oft gewagtenund freien Ausdrücke über manche wichtige Punkte der geoffen-barten Religion sollten es beinahe wahrscheinlich gemacht haben,daß er dieselbe wo nicht verwerfe, doch sehr bezweifle. Alleinwer ihn genauer gekannt hat, wird dieses vielmehr seinem oftweit getriebenen Widersprechungsgeiste, und gänzlichem Mangelan gründlichen! Unterricht in der Religion und einer ohne alleAuswahl angestellten Lesung von Büchern über dieselbe sowohl,als von Modeschristen darwider, zuschreiben. Denn er hat auchsehr oft zum Behuf der Religion und Sittenlehre Manches ge-sagt, das man von ihm nicht erwartet hätte.

Eben diesem Mangel an ordentlichem und gründlichem Un-terricht in andern Dingen, hat man auch zuzuschreiben, daß ersich oft über die londonsche Societät der Wissenschaften so lustigmachte. Er hatte des Quacksalber Hill's liovivvv ok tlie koz-al8ocioiz- gelesen und nahm seine Spöttereien daher. Sobald eraber erfuhr, daß man ihm die Coplehsche goldene Medaille geben

12 '