Köstlich an Gestalt ist sie geziert,
Nach der Unzucht steht ihr Begierd,
Ist abgereicht auf Vppigkcit,
Mord, Heuchelei, Geiz, Haß und Neidt —
In der Hand trägt sie ein großes Licht,
Vud hat ein rechtes Pfeifer Gesicht.
In der ersten Scene des zweiten Acts erscheint die Trun-kenheit selbst allein, grade als wenn das Stück erst diese Messegeschrieben wäre, sie spricht eben so nüchtern, wie der Tod,und hierin unterscheidet sich Bellinkhaus hauptsächlich von Sha-kespeare, wie mich dünkt, der uns vermuthlich Bierkrüge undBagnio's und Bedlam oben drein in dieser Scene gegeben habenwürde. Am Ende der folgenden sagt Satan von ihr:
Stets betracht ihr schön Figur,
Sie ist lieblich von Angesicht,
Das Beischlafen ist bereits verricht.
Und dieses muß auch sein; denn che die nächste Scene undzwar desselben Acts vorüber ist, hat sie schon, ohne daß derSatan etwas Arges daraus hätte, sieben Kinder, und davonbekommt sie sechs auf dem Theater. Ist das nicht herrlich?Fürwahr so modern, so drangmäßig kühn und kraftvoll, daßman anfangs kaum weiß, was man zuerst bewundern soll, dieFruchtbarkeit der Lbriotas, oder des bellinkhausischcn Genies.Hier ist doch, wie ich sehe, fast mehr als Bierkrug, Bagniound Bedlam. Die sieben Kinder sind lauter Mädchen, denendie Mutter, so wie eins ankommt, gleich den Namen auf der