Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
93
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vatcrs Gedanken über die Schönheit phyfiognomisch betrachtetauf das completeste; denn wenn man Herrn Moses Sätzein ihrer Präcision annimmt, so sieht man, daß Lavater hierinwirklich geträumet hat.« Sehen Sie, lieber Göbhard, dasschreibt der Mann selbst, für den die Abhandlung eigentlichgeschrieben war, ohne des Professors Verlangen, bloß zur Steuerder Wahrheit und zur Züchtigung Ihres Unverstandes. »Wasnun?« Ja freilich was nun, das ist es eben, was ich selbstwissen möchte. Sehen Sie nur hin, was Sie gemacht haben:Sie wollen eines Fremden philosophische Abhandlung über dieHarmonie zwischen Schönheit, Tugend und Verstand herausge-ben, und schreiben dazu eine Einleitung, worin weder Philoso-phie noch Schönheit, noch Tugend, noch Verstand ist. Inwen-dig bei dem Philosophen nichts als Menschenliebe, deutsche Phi-losophie, deutsche Redlichkeit und simple Sprache der gesundenVernunft; auswendig bei Ihnen nichts als blinder Groll gegeneinen Mann, der Sie nie beleidigt hat, nichts als Witzzwang,ausländischer Prunk sich bewußter Impotenz und die so kenntlicheSprache der ängstlich werdenden Mäklerei. Was ist das? Unddann sagen Sie, der Aufsatz rühre von einem Philosophen her,der in Europa niemand über sich hätte, und Sie selbst schreibenfürwahr, als wenn Sie in allen fünf Welttheilen keinen untersich hätten. Sehen Sie, das ist traurig, und muß einen ehrli-chen Advocaten abschrecken. Sie können nicht glauben, wasdas die Spötter gekitzelt hat.

Vor einigen Tagen ging ich, eben um tels aufzulesen, in