86
kann. Hauptsächlich aber schreibe ich, Sie mehr über den Standder Sache vx sctis zu belehren, welches Ihnen der zu sammeln-den teloiniii wegen nöthig ist, wobei Sie denn zugleich meinenMuth nicht wenig bewundern werden, die Vertheidigung einerSache übernommen zu haben, die eine der tollsten ist, die ichin meinem Leben gehabt habe; und ohne Wunder fast gänzlichungcwinnbar aussieht. Da dieses aber ohne die vertraulichsteund ernstlichste Entwickelung der Schwäche unserer Sache nichtgeschehen kann: so bitte ich, verbrennen Sie diesen Brief, womöglich, Blatt für Blatt, wie Sie ihn lesen, denn käme erin die Hände unserer Gegner, dergleichen Sie genug haben,heimliche und öffentliche, so wäre alle Hoffnung fort, als wäresie nie gewesen.
Sie haben Recht, lieber Göbhard, ehe man daraufdenkt, wie man einen Prozeß, der noch nicht läuft, gewinnenwill, so muß man erst denke», ob man ihn vermeiden kann.Die Advocaten nennen dieses den trockenen Weg abzukom-men. Diesen können wir hier aber schlechterdings nicht einschlagen.Denn erstlich, was Sie mir sagen, ob es nicht möglich wäre,das Publikum zu bereden: Sie hätten jene Dinge nicht geschrie-ben, mein Herr, das geht nicht. Denn wer in aller Welt könntesie sonst in Deutschland geschrieben haben, als Sie? Halten Sieeinmal Ihren letzten Brief an Eckard dagegen, und sagen Sie selbst:gleichen Sie sich nicht wie Zwillinge? In beiden dieselbe Ihneneigene bvstonische Urbanität, derselbe Conventionsrhythmus unsererZeit, dieselben sogenannten oxpressionos Iieroieae, und dann wie-
> ^
'
I ßM"Ek
^ Mini«oW,i»,
»ÄMi-m, se»li« d
:»l Ä jNn »iiiy iii ^
! mW ^
'wÄ nch