Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
70
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als ich es hier beschreiben könnte. Eben so kann das Laster,

wo es biegsamen Stoff findet, in einem hohen Grade verzer-ren, zumal wenn dazu, bei roher Erziehung und gänzlichemMangel an Kenntniß sittsamer Fallen, oder gar an Willensie anzunehmen, es nicht ein cinzigesmal des Tages, in ir-gend einer Stunde der bezahlten Pflicht, Zeit findet, die Nisseauszuflicken. Diese Betrachtungen haben den Verfasser längstbegierig gemacht, von einem gcbornen Beobachter des Men-schen, der dabei ein großer Zeichner wäre, und in einer gro-ßen Statt gelebt hätte, denselben Knaben und dasselbeMädchen auf zween verschiedenen Pfaden des Lebens vorgestelltzu sehen; und zwar sollte ihre Geschichte mehr durch Zügedes Gesichts als Handlung gezeigt werden. Er glaubte damalsschon, und der Beifall einiger Gelehrten, die lange vor ihmüber diese Materien gedacht haben, hat ihn nachher in die-sem Glauben bestärkt, daß die Ausführung dieses Gedankensdes größten Künstlers nicht unwürdig wäre. Alles, was derKünstler je über Schönheit und Häßlichkeit bemerkt, und alleübrige Beobachtungen, die er über den Menschen angestellthätte, könnte er hier zeigen, und mit wie vielem Vortbeilfür die Tugend! Was Hogarth hierin geleistet hat, ist be-kannt. Er war in den Verschönerungen nicht so glücklich, alsin den Verschlimmerungen. Unter allen lebenden Künstlern,die mir bekannt geworden sind, wäre Hr. Chodowicckv in Ber-lin der einzige, der diesem Gegenstand auch für den geübte-sten Beobachter des Menschen genugthucnd auszuführen im