Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
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ren solche Züge, wie weggeworfen. Der Letztere in Menge, aberohne alle prahlhastc Hinweisung, daher man sie so oft übersieht.Aber was hilft das Alles bei der schlauesten und gefährlichstenClasse von Menschen? Nichts. Jede neue Attaque erzeugt eineneue Besestigungskunst, die dem perfectibelsten und corruptibel-sten Geschöpf immer einschlägt.

Allein was auch sophistische Sinnlichkeit eine Zeitlang da-gegen einwenden mag, so ist wohl der Satz gewiß, es ist keindauernder Reiz ohne unverfälschte Tugend möglich, und die auf-fallendste Häßlichkeit, so lange sie nur nicht ekelhaft ist, ver-mag sich dadurch Reize zu geben, die irgend jemand unwider-stehlich sind. Die Beispiele dieser Art unter Personen beiderleiGeschlechts sind freilich selten, allein nicht seltener als dieTugenden, die jenen Reiz hervorbringen. Ich meine hiervorzüglich die himmlische Aufrichtigkeit, das bescheidene Nach-geben ohne Wegwerfung seiner selbst, das allgemeine Wohl-wollen ohne dankvcrdienerische Geschäftigkeit, die sorgfältigeSchonung der Delicatesse anderer Personen auch in Kleinig-keiten, Bestreben, jedem in Gesellschaft unvermerkt Gelegen-heit zu geben, sich zu zeigen, ferner Ordnungsliebe ohne kleinli-ches Putzen und Reinlichkeit ohne Geckerci im Anzug. DemVerfasser sind Beispiele hiervon von Frauenzimmern bekannt,die, wenn er sie hersetzen könnte, auch die Häßlichsten mitMuth erfüllen würden. Was diese Tugenden wirken, wennsie sich zur Schönheit gesellen, wird jeder Leser leichter finden,wenn er in die Geschichte seines eigenen Herzens sehen will,