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Der Verfasser hat lange, ehe Physiognomik Mode geworden ist,anf eine Art in Physiognomik ausgeschweift, die er nun, daihn Erfahrung zurückgebracht hat, dem Leser nicht vorenthaltenkann: Er hat einen Nachtwächter, der ihn einige Jahre durchaus dem Schlaf hörnte und brüllte, um ihm zu sagen, wie vielUhr es sei, nach der Stimme zu zeichnen versucht. Man höreden Erfolg. Seine Stimme erweckte in ihm das Bild eineslangen, hagern, übrigens aber gesunden Mannes, mit länglichemGesicht, in die Länge herunter gezogener Nase, strackem, unge-bundenem Haar, und langsamem, säendem, gravitätischem Tritt.Er ward nach dieser Vorstellung begierig, den Mann am Tagezu sehen, wozu er bald Gelegenheit bekam. Die Abweichungder Zeichnung rom Original war unerhört groß, schlechterdingsnichts war getroffen. Der Mann war der Statur nach unterden Mittelmäßigen, munter und geschwind, selbst sein Haarhatte er in ein wegstchendes Zäpfchen zusammen gediehet, woiinmehr Bindfaden als Haar war. Es ist hierbei eine angenehmeBeschäftigung, die dem Psychologen wichtig werden kann, jeneIdeen wieder zu diffociiren. Der Verfasser hat seinem Nacht-wächter oft nachgespürt, und endlich gesunden, daß er die langeFigur der durchdringenden Baßstimme zu danken halte, die erin seiner Kindheit einigemal beisammen gesehen: hingegen wardas Bedächtige, Hagere, Schleichende, nach genauer Untersuchung,von weit edlerer Abkunft, denn es verlor sich in dichterischeIdeen von der Göttin der Nacht, und einiger Gespenster männ-lichen Geschlechts, mit denen der Verfasser in seiner Jugend be-