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zu spötteln scheint, und die dabei so unschuldig sind, wie dieLämmer, und eben so stumpf. Der Verfasser hat einen jungenvortrefflichen Menschen gekannt, der sich in Gesellschaft einesberühmten Mannes ein decisives Auswerfen des Kopfs und ver-achtendes Herabziehen der Mundwinkel, bei Allem was er sagte,angewöhnt hatte, das ihm gar nicht von Herzen ging, undsich auch wieder abgewöhnte. Er würde sich gewiß damit anseinem Glück geschadet haben. Es gehört viel Wcltkenntniß undTugend dazu, die Rede von einem solchen Gesicht begleitet, zuentschuldigen, und nicht das Gesicht in die Rede überzutragen.Doch bleiben pathognomische Ausdrücke in einem Gesicht allemaleine Sprache für die Augen; mit schlechten Worten unharmonischverbunden, läßt sich so gut etwas Vernünftiges sagen, als mitden ausgesuchtesten und aller Macht des Numerus etwas sehrUnvernünftiges. Das erstere im Gleichniß haben einige unsererältern Schriftsteller durch ihr Beispiel gezeigt, und von denletztem haben unsere Tage größere Proben auszuweisen, alsRom und Griechenland zusammen genommen.
Fast lächerlich ist der Beweis für die Zuverlässigkeit derPhysiognomik, den man aus der tägliche», ja stündlichen Aus-übung derselben herleiten will. Sobald wir einen Men-schen erblicken, so ist es allerdings dem Gesetz unsers Den-kens und Empfindens gemäß, daß uns die nächstähnliche Fi-gur, die wir gekannt haben, sogleich in den Sinn kommt,und gemeiniglich auch unser Urtheil sogleich bestimmt. Wirurtheilen stündlich aus dem Gesicht, und irren stündlich. So
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