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dazu haben wir keinen Sinn. Wir sehen nur Farbe und Figur,und diese kann vom begleitenden Gedanken für einen fremdenSinn so gut um eins abweichen, als um tausend. Das isteinerlei. Eine große Veränderung im Gehirn für unser Augekonnte eine sehr kleine für die Seele sein, von der es bewohntwird, und umgekehrt. Und ihr wollt gar aus dem Gewölbeüber dieses Gehirn schließen? Doch ich will Worte sparen undwerde unverständlich. Was ist nun die Folge aus obigen Be-trachtungen? Diese: die Physiognomik wird in ihrem eigenenFett ersticken'). In einem centnerschweren physiognomischenAtlas entwickelt, läge der Mensch nicht um ein Haar deutlicherals jetzt in seinem Leibe. Ein weitläustiges Werk, und zwareines, welchem Weitläufigkeit wesentlich ist, zusammenzuden-ken, ist fürchterlich, da den Menschen aus der ersten Hand zustudircn uns tausendfaches Interesse des Leibes und der Seeleanlockt und antreibt. Endlich ist auch der Physiognome nochvon dem Weg, durch Versuche zur Wahrheit zu gelangen, fastgänzlich abgeschnitten: alles dieses zusammen macht seine Sachedesperat. Der Semiotiker wird doch noch bald gewahr, ob ihnseine Zeichendeutung trügt. Also von der einen Seite unendlichmehr Schwierigkeit als in der Naturlchre, und von der andernsehr viel weniger Hülfe. Was kann daraus werden? DieAchsel zucken und stille schweigen wäre freilich Alles, was der
') Siehe oben physiognomische und pathognomische Beobach-tungen und Bemerkungen Th. I. S. 209.