Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
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ist. Wenn das Innere auf dem Äußern abgedruckt ist, steht esdeßwegen für unsere Augen da? und können nicht Spuren vonWirkungen, die wir nicht suchen, die bedecken und verwirren,die wir suchen? So wird nicht verstandene Ordnung endlichUnordnung, Wirkung nicht zu erkennender Ursachen Zufall, undwo zu viel zu sehen ist, sehen wir nichts. Das Gegenwärtige,sagt ein großer Weltweiser'), von dem Vergangenen geschwän-gekt, gebiert das Künftige. Sehr schön. Aber was für citelcs,elendes Stückwerk ist nicht gleich unsere Wetterweisheit? Undnun gar unsere prophetische Kunst! Trotz den Bänden meteo-rologischer Beobachtungen ganzer Akademien, ist es noch immerso schwer vvrherzusagen, ob übermorgen die Sonne scheinenwird, als es vor einigen Jahrhunderten gewesen sein muß, denGlanz des Hohcnzollerischen Hauses vorauszusehen. Und dochist der Gegenstand der Meteorologie, so viel ich weiß, eine bloßeMaschine, deren Triebwerk wir mit der Zeit näher kommen kön-nen. Es steckt kein freies Wesen hinter unsern Wctterverände-rungcn, kein eigensinniges, eifersüchtiges, verliebtes Geschöpf,das um einer Geliebten willen einmal im Winter die Sonnewieder in den Krebs führte. Entwickelten sich unsere Körper inder reinsten Himmelsluft, bloß durch die Bewegungen ihrerSeelen modificirt, und durch keine äußere Kraft gestört, undbequemte sich die Seele wiederum rückwärts mit analogischerBiegsamkeit nach den Gesetzen, denen der Körper unterworfenist: so würde die herrschende Leidenschaft, und das vorzügliche') Leibnitz.