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Kap. 10 (1840) Pressefrechheit, Pressefreiheit, Pressfolter
Place and Date of Creation
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mit der Bcfuguiß einen Jeden nicht in seinem eigeiitlmm-lichen Gewände, sondern nach belieben in einer Nar-renjackc oder in einem Armcnsünderhabite, dem Pu-blikmn vorznführcn, daraus ist die schamlose Preß-frechhcit entstanden, und diese/.so wie das Böse stetsböses gebiert, hat die leidige Prcßfolter zur Folge ge-habt. Einen paßlichercn Ansdruck wie diesen, wußteich auf der Welt nicht zu.finden, nur mit dem aller-dings sehr bedeutenden Unterschiede, daß so wie dieFolter die Bestimmung hatte durch Qualen des Kör-pers dem Verbrecher die Wahrheit gegen seinen Wil-len zn entreißen, so besteht das Wesen dieser Folterdarinn, durch gewaltsame Unterdrückung der Wahr-heit, die tugendhaften Menschen der Barbarei derherzlosesten Verbrecher ferner Preis zu geben.

Die Sitte ist daher im Verlaufe der Zeit einembedeutenden Wechsel unterworfen worden.

Frage. Ist das ein Bcwcich der fortschreitendenBildung?

Das Recht liegt aber hier zwischen Preßfrechhcitund Prcßfolter in der Mitte es ist die Befugnis,die Wahrheit, die ganze Wahrheit, und nichts alsdie Wahrheit zu sagen, und wäre jede andere gedcnk-bare Möglichkeit durch die hier folgende in 'Vorschlaggebrachte Preßgesetze gänzlich ansgeschiedcn, so würdeich mich selig fühlen, den von Gott zur Wahrheit be-rufenen Menschen einer schmachvollen Fessel entledigt