Druckschrift 
Die Matrikel des Gymnasiums Hof
Entstehung
Seite
XXI
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VORWORT.

XXI

Ausweis der Wasserzeichen in der Hof-Moschendorfer Papiermühlegefertigt ivorden.

Die beiden ersten beschriebenen Seiten enthalten ein offenbar vomPeldor Cadesreuter verfasstes Deutsches Schulgebet mit der LateinischenÜberschrift: Gratiarum actio pro conseruatione scholae et petitiopro custodia eiusdein etc. Dann folgen die meist unmittelbar nachdem Examen aufgestellten Klassenlisten, überschrieben Numerus om-uium frequentantium Curiae Nariscorum oder in ähnlicher Weise.Die Schüler sind, beginnend mit der Prima, nach ihren Sitzplätzenmit Vor- und Familiennamen, meist auch unter Angabe des Heimat-ortes letzterer hat in der Pegel eine latinisierte oder gräzisierteForm, fehlt aber, besonders wenn er Hof ist, häufig aufgeführtund zu Gruppen (scamnia) von wechselnder Zahl zusammengefasst.In der Pegel ivircl zwischen den Schülern, die schon vor dem Examender Klasse angehört haben, den residui, und den neu über getretenen,den novitii, unterschieden. Die verwendete Schrift ist zunächst nurdie Lateinische; seit 1583 ivircl bei den Phimiliennamen die Deutschebevorzugt, schliesslich Pegel. Übersetzungen derselben kommen nichtgerade häufig vor, aber ihre Form schivankt ausserordentlich; beieinzelnen Familien steht der Name überhaupt noch nicht fest. DieNamen der nachträglich aufgenommenen Schüler sind je nach demErgebnis der Aufnahmeprüfung zwischen die der anderen bzw. anden Panel oder an den Schluss der betreffenden Klasse geschrieben,hie und da mit Angabe der Zeit des Eintrittes. Nur im Jahre 1583sind die am gleichen Tage, am 23. April, in grösserer Anzahl auf-genommenen Abcdarii und Syllabarii in einem besonderen Verzeichnisaufgeführt. Die Namen ausgetretener oder unter der Zeit versetzterSchüler sind durchgestrichen, öfters zugleich mit einem Kreuz ver-sehen, hie und da ist auch die Zeit und der Zweck des Austrittesam Pancle bemerkt. Einige Male sind die adeligen Schüler getrenntvon den anderen aufgeführt. Nach jedem Examen, deren es anfänglichzwei gab, ein vernale und ein autumnale, sollte eigentlich eine neueListe angefertigt werden; im Jahre 1582 aber hat man die alte nachdem Ergebnis des neuen Examens in der Weise abgeändert, dass mandie Überschriften der einzelnen Klassen verschob und, wenn nötig,die Namen der Schüler umschrieb. Dadurch ist die ursprünglicheListe sehr entstellt ivorden und so lässt sich völlige Klarheit über dieFrequenz dieses Jahres nicht gewinnen. In den Verzeichnissen derJahre 1582 und 83 sind den meisten Namen der Schüler von derPrima bis zur Sexta Angaben über die Zeit ihrer Zugehörigkeit zur