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VORWORT.
Preussische und die Französische Herrschaft; ja die Frequenz begannsich seit 1800 wieder etivas zu heben und schon schrieb in frohemHoffnungsgefühl der damalige Rektor Helfrecht unter die Liste derneu auf genommenen Schüler: Deo vero sit laus, qui tantuin Gym-nasii addidit incrementi! Umsonst, die Bayerische Regierung ver-fügte am 7. November 1811 ihre Auflösung.
Die Matrikeln. Aus den Jahren 1579—1808 1 liegen in 4 Bändenmit Lücken, die häufig Folgen des Rektoratswechsels sind, Schüler-listen vor; teils sind dies nach Klassen geordnete Anwesenheilsver-zeichnisse, die im folgenden kurz als Klassenlisten bezeichnet werden,teils Versetzungslisten, teils Zugangsverzeichnisse. Ausserdem findetsich noch ein Verzeichnis der Schüler der Secunda für das Sommer-semester 1810 vor. Geführt tour den die Matrikeln von den Rektorenödes- ihren Stellvertretern; bis 1673 aber war das Amt der Nieder-schrift häufig Schülern übertragen, tvas in der Regel an der sorg-fältigeren Schrift zu erkennen ist; von da an sind alle Einträge vonden Vorständen geschrieben.
Der erste Band ist ein dünner Halbfolioband, 10,5 cm X 32gross; der stark beschädigte Einband ist halbfranz; Rücken und Eckenbestehen aus weichem Schaf lecler, die Deckel aus grauer Pappe, diemit ebensolchem Papiei- überzogen ist. Er stammt, wie die Wasser-zeichen des vorgeschossenen Papieres lehren, aus dem Anfang des18. Jahrhunderts, d. h. bis dahin lagen die einzelnen Schülerlisten inlosen Heften vor und tvurden damals erst gebunden. Auf der äusserenDeckelseite trägt der Band die Aufschrift: Album discipulorum inillustri Gymuasio Curiano ab Anno 1579. usque ad Ann. 1585.(von späterer Hand ist l eigeschrieben 8. [1588]) inscriptor. RectoreM. Christophoro Cadesreutero. Die untere Zeitgrenze ist unrichtig;der Band enthält auch eine vollständige Klassenliste des Jahres 1586und Verzeichnisse der Primaner von 1587 und 1588 und der Alumnenvon 1590. Der Irrtum erklärt sich aus dem Umstand, dass die Listevon 1585 an letztes- Stelle eingebunden ist. Der Band enthält 94 viel-fach leere, von mir mit Tintenstift numerierte Blätter, ausserdem amAnfang und am Schlüsse je 2 jüngere Blätter, die erst beim Einbindeneingeschossen wurden. Das ältere wie das jüngere Papier ist nach
1 einer Rede des ersten Gymnasiarchen J. Streitberger von 1548 und ansEnoch Widmanns Bürgerssöhnen erfahren wir die Namen einer Reihe von Schülern, dievor 1579 in Ilof studiert hatten. Ich habe sie, alphabetisch geordnet, hinter demLehrerverzeichnis zusammengestellt.