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Wird eine solche Platinauflösung solange erhitzt, bis sichkeine Dampfe von Salpetersäure mehr entwickeln, so stellt sieein salzsaures Platinoxyd dar, das durch Abdampfen bis zurTrockne, unter Versagung allen Wassers sich in Chlorpla-tin verwandelt; indem auch hier das Wasser dieselbe Rollespielt, wie bey allen anderen bereits näher erörterten Chlor-und salzsauren Verbindungen.
Das Chlorplatin enthält auf
35,4 Loth Chlor48 Loth Platin
und wird durch 1 M. G. oder 9 Loth Wasser in eine Zusam-mensetzung aus
35,4 Loth Chlor,
1 Loth Wasserstoff,
48 Loth Platin und8 Loth Sauerstoff
also in 92,4 Loth salzsaures Platinoxyd verwan-delt. Als solches muß das Chlorplatin in der wässerigen Auf-lösung enthalten gedacht werden.
Das Platin hat diesemnach ein M. G. --- 48, so wie dasChlorplatin 83,4.
Mischt man Auflösungen von salzsaurem Ammoniak undsalzsaurem Platinoxyd zusammen, so schlägt sich ein citronen-gelbes Pulver nieder, welches eine Verbindung beyder Salzeist und gewöhnlich Platinsalmiak genannt wird. Wirdderselbe bis zum Glühen erhitzt, so verfliegen Salzsäure undSalmiak und das Platin bleibt im reinen Zustande als einelockere schwammartige Masse zurück. Man nennt sie gewöhn-lich Platin schwamm und sie zeigt das bereits (S. 17.)beschriebene merkwürdige Verhalten gegen das Wasserstoffgas.
In unfern Oefen ist kein solcher Hitzgrad hervorzubringen,wodurch dieser Platinschwamm zum Korn zusammenzuschmelzenwäre. Die Platintheilchen haben aber die sehr gute Eigen-schaft, daß sie sich in der Weißglühhitze wie das Eisen zusam-men schweißon lassen. Hiedurch wird es möglich das Platin