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wendet worden. Ein rechtlicher Mann dem das Leben und dieGesundheit seiner Mitmenschen lieb ist, wird aber hiezu nieseine Zuflucht nehmen; da cs hundert andere, den Menschennicht schädliche Mittel gicbt die dasselbe leisten.
Ein Engländer hat sogar eine Auflösung von10 Loth Quecksilbersublimat,
30 Loth Bleyzucker und60 Loth Alaun
als Tunke für den Hanf empfohlen, woraus Taue gemachtwerden sollen. Die Taue sollen dadurch stärker, biegsamerund dauerhafter werden, was jedoch sehr zu bezweifeln ist, dader Alaun die Pflanzenfaser so zerfrißt, daß sie bald mürbewird. Auch stirbt der Seiler, - der solchen Hanf verarbeitenwürde, nothwendig an Quecksilbervergiftung.
Vermuthet man etwa dieses giftige Salz in einer Flüssig-keit, so umwickelt man einen goldenen Ring an einer Stellemit etwas Zinnfolie (Stanniol) und hängt ihn an einem Fa-den befestigt in die verdächtige Flüssigkeit, der man einige TropfenreineSalzsäurezugemischthat. DasGoldwirdsich verquickenwenn die Flüssigkeit Quecksilbersublimat enthielt. Das Zinndient um die Salzsäure aufzunehmen.
Wirken Salpetersäure und Weingeist gleichzeitig auf dasQuecksilber ein, so entsteht das Knallquecksilbcr, einfür die neuere Kriegskunst sehr wichtiges Salz. Es wird dar-gestellt, wenn in einem geräumigen Gefäß1. Loth Quecksilber mit
Loth Salpetersäure von 1,380 Eigenschwcrebis zur Auflösung erwärmt und dann
10 Loth Weingeist von 0,86 Eigenschwerehinzusetzt und mit einer gelinden Erwärmung fvrtfährt bis einAufbrausen entsteht. Die hierauf sich ablagernden grauweißenKrystalle sind das Knallquecksilber. Es wird ausgewaschenund am besten unter Wasser aufbewahrt, weil das trockneSalz sich schon durch Stoß, oft schon durch Rei-ben zwischen Papier entzündet und großes Un-glück anrichten kann.