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Der an der Lust geröstete Eisenvitriol enthalt also wenig-stens einen Thcil seines Eiscnoxyduls in einem höher oxydirlenZustande, nehmlich als Eisenoxyd und dient so zu manchenZwecken, wozu der ungeröstcte Eisenvitriol nicht anwendbar ist,z.B. als Beize für Wolle, indem die Wolle sich gleich-mäßiger mit dem Eisenoxyd als mit dem Eiscnoxydul verbindet.
Das Eisenoxyd erfordert jedoch mehr Säure zu seiner Auf-lösung als das Eisenoxydul; daher muß man dem geröstetenEisenvitriol noch Schwefelsäure zusetzen, um eine klare Auf-lösung in Wasser zu erhalten.
Beym Rösten des Eisenvitriols hängt der Erfolg sehr vonder Stärke des angewendcten Feuers ab, indem ein zu starkesFeuer ihn ganz zerstören und die Schwefelsäure verjagen kann,so daß reines Eisenoxyd als Rückstand bleibt; man bereitet sichaus diesem Grunde die schwefelsaure Eisenoxyd beize fürWolle am zweckmäßigsten auf folgende Weise mit Hülfe dcöSauerstoffs der Salpetersäure.
Man mischt
260 Pfund Wasser mit65 Pfund Schwefelsäure und fügt dann65 Pfund Salpetersäure
hinzu, erhitzt dicß Gemisch und bringt nach und nach360 Pfund kryst. Eisenvitriol
hinein und fährt mit dem Erhitzen so lange fort, als sich nochrothe Dämpfe entwickeln, endlich läßt man das ganze zumKochen kommen und setzt nun noch
100 Pfund Wasser und65 Pfund Schwefelsäure, worin150 Pfund Weinstein
aufgelöst sind hinzu. Die nun fertige Beize wird in hölzernenGefäßen zum Gebrauch aufbewahrt. Sie trübt sich nicht beymKochen mit der Wolle wie die Eisenvitriolauflösung, man hatalso kein Fleckigwerden zu befürchten.
Mit schwcfelsaurem Eisenoxyd kann man dem Papier ver-schiedene, angenehme Rostfarben mittheilcn. Man mengt z. B.das fertige Gamzzeug mit einer Auflösung des oben erwähnten