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Grundlehren der Chemie für Jedermann : besonders für Aerzte, Apotheker, Landwirthe, Fabrikanten, Gewerbtreibende, und alle Diejenigen, welche in dieser nützlichen Wissenschaft sich gründliche Kenntnisse erwerben wollen
Entstehung
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enthält. Kommt dieses Chlorzinn mit Wasser in Berührung,so werden 2 M. G. Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zer-legt, die das Chlor in Salzsäure, das Zinn in Zinn-oxyd verwandeln; so daß auf diese Weise dasselbe salz-saure Zinnoxyd entsteht, dessen Bildung aufeincmandernWege bereits oben erwähnt ist (S. 244).

Wenn man salzsaure Zinnoxydulauflösung mit Königs-wasser erhitzt oder Zinn in Königswasser auflöst, so erhält mandieselbe Verbindung.

Beyde hier erwähnten Zinnsalze werden zum Scharlach-särbcn gebraucht; jedoch zieht man jetzt, wo man sich desvxo's statt derCochenille bedient, das salzsaure Zinnoxydul vor.

Starke Salpetersäure wirkt auf das Zinn mit großer Hef-tigkeit ein und verwandelt es in Zinnoxyd. Dieses Zinn-oxyd unterscheidet sich von dem oben (S. 244.) erwähnten da-durch, daß es sowohl in Salpetersäure als auch in anderenSäuren unauflöslich ist, daher man auf diesem Wege kein sal-petersaures Zinnoxyd darstcllcn kann. Es muß mit ver-dünnter Salpetersäure, wie S. 105. angegeben, bereitet werden.

In Schwefelsäure löst sich das Zinn nur schwierig auf undman erhält kein für den Färber brauchbares schwefelsaurcs Zinn-salz. Dennoch bedarf er eines solchen in Fällen, wo er Zinn-salz und Alaun zugleich z. B. beym Ansieden der Wolle aufGelb rc. anwenden will. Das salzsaureZinnoxydul wirdnehm-lich vom Alaun zersetzt und als schwefelsaures Zinnoxydul nie-dergeschlagen. Enthält es dagegen eine hinlängliche MengeSchwefelsäure, so geschieht cs nicht.

Man wendet daher schwefelsalzsaures Zinnoxydulan, welches man durch Vermischen von 1 M. G. salzsaurerZinnoxydul-Auflösung mit M. G. verdünnter Schwefel-säure darstcllt.

Mit anderen Metallen geht das Zinn meistens sehr leichtVerbindungen ein, die zu verschiedenen Zwecken benutztwerdcn.

Seine Verbindung mit Bley und Wismuth zur Darstellungdes leichtflüssigen Metalls ist bereits (S. 227.) erwähnt worden.