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Auch bildet sich unter diesen Umstanden kein vollkommenkohlensaurcs Zinkoxyd, sondern der größte Thcil der Kohlen-säure des Laugcnsalzes entweicht unter Aufbrausen, und nurein kleiner Theil fällt mit dem Zinkoxyd nieder.
Der Zinkvitriol wird vorzugsweise auf das darin enthal-tene Zinkoxyd benutzt, aber lange noch nicht so häufig als csdasselbe verdient. Es giebt wegen seiner Lockerheit und weißenFarbe ein gutes Mittel ab, sehr dunkle Farben, z. B-Berliner-blau zu verdünnen und leichter zu machen, ohne der Reinheitderselben Eintrag zu thun.
Ein solches Gemisch ist unter dem Namen Mineralblauim Handel. Es wird gewöhnlich so dargestellt, daß man eineAuflösung von
8 Pfund Zinkvitriol,
1 Pfund Eisenvitriol und50 Pfund Wasser
mit einer Auflösung von eisenblausaurem Kali niedcrschlägt,den Niederschlag gut auswäscht und trocknet.
Diese Art der Darstellung ist nicht vortheilhaft, weil eineMenge cisenblausaures Kali unnützer Weise vergeudet wird.Es fällt das Zinkoxyd mit weißer Farbe, was durch die vielwohlfeilere kohlensaure Soda auch bewerkstelliget werden kann.Man thutdaher am besten, den Zink- und den Eisenvitriol jedenfür sich in Wasser auszulösen, ersteren mit kohlensaurer Sodaund letzteren mit eisenblausaurem Kali zu fällen und dann dieFlüssigkeiten mit ihren Niederschlägen zu vermischen. Manhat darauf zu sehen, daß keine kohlensaure Soda im Ueberschußvorhanden scy, was man durch Eintauchen von Curcumapapierausmittelt und auch nicht der Fall ist, wenn man gleicheM.M.G. G. anwendcte.
Mit den Farbsauren der Pflanzen bildet das Zinkoxyd ge-färbte Verbindungen, wenn man ihre Auflösung mit einer Auf-lösung von Zinkvitriol mischt und vorsichtig mit einem kohlen-sauren Laugensalz niedcrschlägt.
Das schwcfclsaure Zinkoxyd äußert eingenommen eine sehrheftige Erbrechen erregende Wirkung. Schon sehr kleine Mengen