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Grundlehren der Chemie für Jedermann : besonders für Aerzte, Apotheker, Landwirthe, Fabrikanten, Gewerbtreibende, und alle Diejenigen, welche in dieser nützlichen Wissenschaft sich gründliche Kenntnisse erwerben wollen
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zwar zu vielen Zwecken, aber es hat doch etwas Schwefel aus-genommen, was in manchen Fällen nachtheiliger ist, als diefremden Metalle, welche es enthielt.

Inder Natur kommt Schwefelzink vor, man nenntihn Blende. Er dient zur Darstellung des schwefelsau-rcnZinnoxyds oder des s. g. Zinkvitriols. Die Blendewird nchmlich geröstet, wodurch der Schwefel zu Schwefelsäure,das Zink zu Zinkoxyd verbrennt, welche beyde dann durch Aus-laugen mit Wasser vereinigt das schwefelsaure Zinkoxyd geben.Außerdem erhält man dieses Salz durch Auflösen von Zink inwässeriger Schwefelsäure und Krystallisiren der durch mäßigesAbdampfen verstärkten Auflösung.

Der im Handel vorkommcndeZinkvitnolenthält viel fremdeMetalle, besonders Kadmium, Kupfer, Eisen und Mangan.Die beyden erstcren scheidet man dadurch ab, daß man in dieAuflösung blanke Zinkstangen stellt oder sie damit erhitzt. Eisenund Mangan werden durch Chlorkalkauflösung niedergeschlagen.Die Krystalle, welche man jetzt, nach gehörigem Abdampfenerhält, sind reines schwefelsaures Zink. Das Verhält-uiß der Bestandtheile ist

IMG. oder 40,2 Loth Zinkoxyd,

1 M. G. oder 40 Loth Schwefelsäure und

7 M. G. oder 63 Loth Wasser

und folglich dieZahl 143,2 dasM. G-

Da nun die Zinkvitriolauflösung, wie alle Auflösungen derschwefelsaurcn Metallsalze, durch Auflösungen von kohlcnsau-rcm Kali und kohlensaurer Soda zerlegt wird, indem sie sichmit dem M. G. Schwefelsäure verbinden und das Zinkoxyd ab-schciden, so muß auch ein M. G. dieser beyden Laugcnsalzevollkommen hinreichen, um 1 M. G. oder 143 /g- Loth Zink-vitriol zu zerlegen.

Ganz strenge ist dieß jedoch nicht der Fall, denn ein TheilZinkoxyd halt etwas Schwefclsäurezurück und fällt damit nieder,die ihm nur durch einen Uebcrschuß von dem kohlensauren Lau-gensalz entzogen werden kann.