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Das Zink an und für sich kann sich nchmlich nicht in Schwe-felsäure auflöscn, cS muß sich zuvor in Sauerstoffzink oderZinkoxyd verwandeln. Hiezu gebraucht es Sauerstoff. DerSchwefel halt seinen Sauerstoff in der Schwefelsäure zu fest,als daß das Zink im Stande wäre, ihm denselben zu entziehen.Leichter giebt ihn dagegen das Wasser her, wenn Zink undSchwefelsäure zugleich darauf einwirkcn. Das Wasserstoffgashat also seinen Ursprung aus dem zersetzten Wasser, dessen Sauer-stoff mit dem Zink Zinkoxyd bildet, welches sich in derSchwefelsäure auflvst.
Da 1 M. G. oder 32,2 Loth Zink nur
1 M. G. oder 8 Loth Sauerstoffbcym Verbrennen aufnimmt (S. 230.) um weißes Zinkoxydzu bilden, so wird cs auch bcy der Zersetzung des Wassers imvorliegenden Fall nur 1 M. G. oder 9 Loth Wasser zersetzen undsich dessen Sauerstoff aneignen, indeß 1 M. G. oder 1 LothWasscrstoffgas sich entwickelt. Man überzeugt sich hievon,wenn man das nach obiger Angabe erhaltene schwcfelsaure Zinkmit 1 M. G. kohlensaurer Kalilauge (vcrgl. S. 141.) ver-mischt, den weißen Niederschlag gut auswäscht, trocknet undglüht. Man wird, wenn nichts verloren ging, 40 ^ LothZinkoxyd erhalten, also gerade 8 Loth mehr als das zum Auflö-sen angewandte Zink betrug. Dieser Ueberschuß von 8 LothkommtaufRechnung des mit dem Zink verbundenen Sauerstoffs.
Mit der Salzsäure verhält sich das Zink wie mit der Schwe-felsäure : gleiche M. M. G. G. vereinigen sich zusalzsauremZinkoxyd, die Auflösung geschieht unter Entwickelung vonWasscrstoffgas, das ebenfalls ans dem zerlegten Wasser seinenUrsprung hat.
Ein anderes ist es aber mit der Salpetersäure. DieseSäurezersctzt dasZink und es entzieht ihrden Sauerstoff; daherentwickeln sich bcy Berührung beyder rothe Dämpfe von salpe-triger Säure. Wey einer Bereitung des sa lpetcrsa urenZinks im Großen muß daher, um den großen Verlust anSäuren zu vermeiden, wie bcy der Bereitung des salpetersaurenBleys verfahren werden (vcrgl. S. 98).