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Grundlehren der Chemie für Jedermann : besonders für Aerzte, Apotheker, Landwirthe, Fabrikanten, Gewerbtreibende, und alle Diejenigen, welche in dieser nützlichen Wissenschaft sich gründliche Kenntnisse erwerben wollen
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wenn man sic dazu anwcndet, Pelzwcrk, Tuche rc. vor Mot-ten zu bewahren. Hieher gehört besonders die vielfach ange-pricsene s. g. Becoeur'sche Arsenikseife aus100 Loth Seife,

100 Loth arseniger Saure,

36 Loth kohlensaurem Kali,

15 Loth Kampher und12 Loth Kalk

bestehend, die dazu dienen soll, ausgestopfte Thiere in denMuseen vor den Insekten zu bewahren. Diesem Zweck ent-spricht diese Seife nun zwar vollkommen, indem sie ein arsenik-haltiges Gas aushaucht,* was die Insekten tödtet, aber auchden Menschen äußerst schädlich ist. Grund genug sie nichtanzuwenden.

Durch folgende Mischung erreicht man dasselbe, ohne sichder Gefahr einer Vergiftung auszusetzen.

Man bereitet eine Seife aus Kalilauge und Fischthran,setzt Kampher und Moschus zu und bestreicht damit die Felle.Papier mit dieser Seife getränkt und zwischen Pelzwerk gelegt,schützt vollkommen vor Motten.

Es kommt im Handel ein weißer Arseni? vor, welcherschon gemahlen ist, was seine Anwendung sehr erleichtert, dadas Pulvern in einem Mörser wegen des giftigen Staubes ge-fährlich ist. Beym Ankauf eines solchen gemahlenen Arsenikshat man daraufzu sehen, daß er nicht mit Gyps und Schwer-spat verfälscht sey. Hievon versichert man sich, wenn maneinen kleinen Theil mit erwärmter Aetzkalilauge in Berührungbringt. Löst er sich vollkommen darin auf, so ist der Arsenikals rein zu betrachten. Das Unaufgelöstbleibende ist dagegenfremde Beymischung.

In England bedient man sich des weißenArseniks zum Här-ten des Stahls. Man kocht

2 Pfund Hammelfett,

2 Pfund Schweinefett und4 Loth weißen Arsenik