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Vom Arsenik.
Das bekannte Gift ^rssnionni oder weißer Arse-nik ist ein mit Sauerstoff verbundenes Arseniklnetall und heißtdaher auch weißes Arscnikoxyd.
Es löst sich in Wasser nur in sehr geringer Menge und schwie-rig auf, dagegen in Kalilauge sehr leicht und reichlich, indemes das Kali wie eine Saure sättigt. Aus diesem Grunde nenntman dasselbe auch unvollkommene Arseniksäure oder arsenigeSäure und daher die Verbindung mit Kali arsenigsau-res Kali.
Das arsenigsaure Kali wird besonders in Kattunfabrikengebraucht, um auf dem Kattun ein ächtes Kupfergrün (ar-senigsaurcs Kupferoxyd) hervorzubringen. Es wird eine Auf-lösung von Kupferammoniak mit Gummi verdickt aufge-druckt und der Kattun nach dem Trocknen durch eine lauwarmeAuflösung von arsenigsaurem Kali genommen, wodurch dannarsenigsaures Kupferoxyd auf dem Kattun gebildet wird.
Nur in der Hand eines gewissenhaften und umsichtigen Fa-brikanten wird diese Vcrfahrungsart zu einer unschädlichen.Denn das arsenigsaure Kali ist ein sehr heftig wirkendesGift, das den Kattun, welcher vollständig damitgetränktundnicht sehr sorgfältig wieder ausgewaschen wurde,für alle die welche ihn tragen vergiftet.
Das arsenigsaure Kupferoxyd macht auch einen Hauptbe-standtheildesSchweinfurter-, Wiener- unddesMine-ral - Grün' s aus. Daher beym Umgang mit diesen FarbenVorsicht nöthig ist. Besonders gerathen Arbeiter in Gefahr,welche Stubenwände abkratzen und reinigen müssen, die mitdiesen Farben bemahlt sind. Der trockne Staub vergiftet sielangsam. Solche Wände dürfen daher nur untergehöriger Anfeuchtung abgekratzt werden. Auchist hier das S. 84. angegebene Verfahren, zur Reinigung vonMauerwerk die Salzsäure anzuwenden, zu empfehlen.
Es giebt noch eine Menge Zusammensetzungen die durchihren Gehalt an Arsenik schädlich werden können, besonders