8 Loth Sauerstoffgas, und36/^ Loth Manganoxydul bleiben in Verbindungmit der Schwefelsäure zurück. Hieraus folgt, daßdcrBraun-stein aus 36,5 Manganoxydul und
8 Sauerstoff
besteht, wasdieZahl 44,5 als M. G. für den Braunstein giebt.
Das Manganoxydul ist eine Verbindung von
1 M. G. oder 28,5 Loth Mangan und1 M. G. oder 8 Loth Sauerstoff,so daß also im Braunstein auf 1 M. G.Mangan (— 28,5)2 M. G. (—16) Sauerstoff kommen.
Dieser Sauerstoffgehalt des Braunsteins und der Umstand,daß er 1 M. G. desselben durch die Behandlung mit Säurenfahren läßt, indem er sich in Manganoxydul verwandelt, machenihn, besonders für die Chlorbereitung, zu einem sehr wichti-gen Körper.
Bringt man Braunstein mit Salzsäure unter Erwärmungin Berührung, so wird zwar auch Sauerstoff abgeschieden,wie bey Anwendung der Schwefelsäure, aber er entwickelt sichnicht, sondern es erscheint Chlor an seiner Statt Dicßhat seinen Grund darin, daß die Salzsäure ein Chlorwas-serstoff (vergl. S. 81.) ist, dessen Wasserstoff, in Berüh-rung mit Sauerstoff, sich zu Wasser verbindet, so daß dasChlor dadurch rn Freyheit gesetzt wird und sich entwickelt.
Da der Chlorfabrikant eine bedeutende Menge Braunsteinverbraucht und dieser nicht selten durch fremde Beymischungcnverunreinigt ist, so wird die Angabe einer Braun stein probehier am rechten Orte seyn.
Eine solche Probe beruht aufder verschiedenen MengeChlor,-welche verschiedene Sorten Braunstein mit gleichen MengenSalzsäure zu entwickeln im Stande sind. Man erwärmt sehrfein gcpülvertcn Braunstein und Salzsäure in dem eben ange-gebenen Verhältniß von 1 M. G. zu 2 M. G. in einer Gasent-bindungsflasche so lange als sich noch Chlor entwickelt und läßt