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Da diese Verbindung, im Großen dargestellt, nicht sehrthcuer zu stehen kommt, und sie auch wirklich ein vortrefflichesSchutzmittel gegen das in Brandgerathen brennbarer Kör-per ist, so verdient sie Aufmerksamkeit, die ihr auch bereits da-durch geworden ist, daß man sie in den Handel bringt und un-ter dem Namen Wasserglas verkauft. Die Anwendungist folgende.
Das Holz wird mehrere male damit überstrichen. Das erste-mal geschiehtes mit einer nicht zu stark eingekochten Auflösung fürsich allein. Dann setzt man derselben Kreide, Thon, Knochen-erde oder Glaspulver zu und überstreicht das Holz noch mehreremale damit. Nach jedem Anstrich müssen 24 Stunden ver-gehen, damit er gehörig trocken sey, wenn ein neuer gemachtwird. Mischt man statt der Kreide rc. das gepulverte Wasser-glas selbst unter die zum Anstrich bestimmte Auflösung, so wirdder Ueberzug noch besser und haltbarer.
Für den Seekrieg ist cs wichtig ein Papier zu den Patronenzu haben, das sich nicht entzündet. Man erhalt ein solchesdurch Eintauchen in die Wasserglasauflösung. Es wird da-durch so feuerfest, daß es vom Feuer berührt zur Kohle wird,die nicht fortglimmt, sondern sogleich verlöscht.
Sauren zersetzen die Auflösung des Wasserglases; sie ver-binden sich mit dem Kali und schlagen die Kieselerde in Gestalteiner weißen, gallertartigen Masse nieder. Es dürfen alsokeine saure Dinge mit der Wasscrglasauflösung, die man zumAnstreichen gebrauchen will, in Berührung kommen.
Wenn man die eben zur Darstellung des Wasserglases an-gegebene Menge von Potasche und Sand dahin abändert, daß auf3V Loth Potasche60 Loth Sand
kommen und mit dem Glühen so wie oben angegeben verfahrt,so erhält man gleichfalls eine Verbindung von Kieselerde mitKali oder ein kieselsaures Kali, welches aber von demobigen sich dadurch unterscheidet, daß das Wasser kaum mehrdarauf einwirkt und nur eine sehr gcringeMenge durch sehr lan-ges Kochen auflöst. Es ist nehmlich wirkliches Glas.