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mehr Wasser die Kalkmilch, die durch Abklären bas Kalk-wasser giebt.
Den gebrannten Kalk nennt manauch lebendigen Kalk,und so ferner noch kein Wasser eingesogen hat, ungelöschtenKalk. Wo in dieser Abhandlung bloß die Benennung„Kalk" vorkommt, ist immer der reine ungelöschte Kalk ge-meint. Er ist wie Kali, Soda, Baryt und Strontian ein zu-sammengesetzter Körper, bestehend aus einem Metall, welchesdurch Sauerstoff verbrannt oder oxydirt ist. Man nennt esKalkmetall oder Calcium. Er hat ein so kleines Mischungs-gewicht, daß
20,5 Loth Calcium hinreichend sind8 Loth Sauerstoff
völlig aufzunehmen und 28,5 Loth reinen Kalk zu bilden, des-sen M. G. demnach — 28,5 ist.
Vergleicht man dieses Mischungsgewicht — 28,5
mit dem Mischungsgewichte des Kalis — 47,2
der Soda — 31,3
des Baryts — 76,6
des Strontians— 52,
so wird schon hieraus zur Genüge klar, wie sehr das des Kalksseine Anwendung im Großen erleichtert, indem man z. B-. zurSättigung einer Säure durch Kalk mit 1 Zentner ausreicht, in-deß man von dem Kali und vom Baryt gar 3Zentner gebraucht, um dieselbe Wirkung her-vorzubringen.
Das Brennen des Kalks geschieht kn eignen Kalköfen undhatkeine Schwierigkeiten, wenn mannur das Feuerlangsam undgleichmäßig einwirken läßt. Ein schneller Hitzgrad ist sehr schäd-lich und giebt meistens den s. g. todtgebrannten Kalk, der sich nichtmehr vollkommen im Wasser löscht. Da das Brennen nichts wei-ter ist als ein Austreiben der Kohlensäure aus dem Kalkstein undda diese nur dann vollkommen ausgetrieben wird, wenn Wasser-dampf zugleich mit fortgeht, so schadet ein schnelles Erhitzen da-durch, daß das Wasser eher als die Kohlensäure ausgetriebenwird, in welchem Fall sie dann im Kalkstein zurückbleibt.
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