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Grundlehren der Chemie für Jedermann : besonders für Aerzte, Apotheker, Landwirthe, Fabrikanten, Gewerbtreibende, und alle Diejenigen, welche in dieser nützlichen Wissenschaft sich gründliche Kenntnisse erwerben wollen
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Mit Salpetersäure gemischt löst sich das Schwefelstrontiumauf, es geht der Schwefel als Schwefelwafscrstvffgas davonund salpetersaurer Strontian bleibt zurück in derAuf-lösung, der sich nach dem Eindampfen in Krystallen abschcidet.Sie bestehen aus

1 M. G. oder 62 Loth Strontian und1 M. G. oder 64 Loth Salpetersäure,

haben also die Zahl 106 zum Mischungsgewicht.

Mit brennbaren Körpern vermischt und entzündet, ertheiltdieses Salz der Flamme eine schöne rothe Farbe. Da dicßder Baryt nicht thut, so dient es dazu, beyde von einanderzuunterscheiden.

Ans Pariser Theatern bedient man sich folgender Mischungum ein schönes rothes Feuer hervorzubringen:

40 Loth salpetersaurer Strontian,

13 Loth Schwefel,

6 Loth chlorsaures Kali,

4 Loth Schwefelspießglanz.

Das chlorsaure Kali muß für sich gepülvert und dann vor-sichtig (vergl. S. 161.) unter die anderen Bcstandtheile ge-mengt werden.

Andere Anwendungen hat man noch nicht von den Stron-tiansalzen gemacht, was besonders ihrem hohen Preise zuzu-schreiben ist. Der schwefclsaure Strontian ist als ein Fluß-mittel beym Hartlöthen vorgcschlagen. Er soll hier, wo-eine be-deutende Hitze einwirkt, bessere Dienste leisten als der Borax.

Vom Kalk.

Von den bisher abgchandelten Laugensalzen übertrifft anNützlichkeit und Fülle der Anwendung keines den Kalk. Seinhäufiges Vorkommen in den Kalksteingebirgen, die Leichtigkeitmit der man ihn, durch bloßes Brennen, zu Gute machen kann,und seine Wohlfeilheit die hievon eine nothwendige Folge ist,tragen natürlich das Ihrige dazu bey. Der Hauptgrund liegt

Grdlehren d. Chemie. 12