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ten besitzt. Er zerlegt eben so vollkommen die schwefelsau-ren Laugensalze wie dieser, ist ab er durchaus nicht giftigund hat ein Mischungsgewicht das um 24 geringer ist alsdas des Baryts.
Der Strontian ist nchmlich wie der Baryt ein mit Sauer- !stoff verbundenes Metall, welches man Strontium nenntund zwar enthält er auf
8 Loth Sauerstoff44 Loth Strontium, so daß
alsodieZahl 62 seinMischungsgewichtist, undmanmit62 Loth Strontian eben so viel Schwefelsäurefällen, und eben so viel schwefelsaure Laugcn-salze zersetzen kann als mit 76 Loth Baryt. EinWerhältniß das im Großen sehr in Betracht kommt.
Leider ist es aber für jetzt nicht möglich, hievon eine Nutz-anwendung im Großen zu machen, indem der Strontian nochnicht in so bedeutenderMenge aufgefunden ist, als es eine fabrik-mäßige Benutzung erfordert. Man findet ihn nur in geringerMenge an wenigen Orten, besonders in Verbindung mit Schwe-felsäure als schwefelsauren Strontian der unter demNamen Coelestin im Mineralien-Handel vorkommt. .
Der Strontian wird aus dem Coelestin auf dieselbe Weise ^gewonnen wie der Baryt aus dem Schwerspat (S. 173.); auchwerden das salpetersaure und salzsaure Salz auf die nehmlicbeWeise dargestellt, wie es beym salpetersauren und salzsauren Ba-ryt (S. 173 und 175.) angegeben worden, nur mit dem Unter-schiede, daß das Zahlenverhältniß anders ist, weil, wie gesagt dasM. G. des Barytes von dem des Strontians um 24 abweicht;daher denn auch der Coelestin, welcher aus
1 M. G. oder 52 Loth Strontian und1 M. G. oder 40 Loth Schwefelsäure
besteht, nur ein M. G. — 92 hat und demnach indiesem Verhältniß mit 24 Loth Kohle geglüht werden muß,wenn man ihn in Schwefelstrontium verwandeln will.