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Da 74xZ- Loth dieses Salzes aus35^ Loth Chlor und39 ^ Loth Kalimetall
bestehen, weshalb es auch Chlorkalium heißt, sowäreesanstatt des Kochsalzes zur Darstellung des Chlors anzuwenden,wenn das Wenige, was man dabei spart, nicht wieder an Re-torten darauf ginge. Wenn man nehmlich dieses Salz durchSchwefelsäure und Braunstein, wie bey der Chlorbercitung,(S. 63.) zersetzt, so bleibt in der Retorte ein sehr fester Klum-pen von schwefelsaurem Kali, der nur mit vieler Mühe undnicht selten aufKosten der Retorte heraus zu bringen ist. DießVerhalten hindert hier seine Anwendung statt des Kochsalzes.
Das salzsaure Kali schmeckt nicht ganz wie Kochsalz, äußertaber dieselbe fäulnißwidrige Kraft. Daher bedient man sichder s. g. Unterlauge der Seifensieder, welche dieses Salzin großer Menge enthält, zum Einsalzen der Häute.Sie werden angefeuchtct, mit der Lauge gesalzen und aufein-ander gelegt, daß sie zum Schwitzen kommen, in welchem Fallsic sich dann leicht abhaaren lassen.
In 100 Loth einer durch Kochen bereiteten Auflösung die-ses Salzes sind 30 Loth trocknes Salz enthalten und sie besitzteine Hitze von 86° R.
Chlorsaures Kali.
Die Darstellung dieses merkwürdigen Salzes ist bereits(S. 79.) angegeben worden, hier wird uns daher vorzüglichseine Anwendung beschäftigen.
Der Sauerstoffgehalt des chlorsauren Kalis ist sehr groß,indem 1 M- G. oder 122 Loth chlorsaures Kali
6 M. G- oder 48 Loth Sauerstoffenthalten. Diese ungeheure Menge ist der Grund der heftigenWirkungen dieses Salzes, wenn es mit brennbaren Stoffen z.B.mit Schwefel, mit Kohle rc. in Berührung kommt. Mit die-sen gerieben oder geschlagen, erfolgt Entzündung, heftiger Knallund eine solche Erschütterung, daß Alles umher zerschmet-tert und zerschlagen wird. Schon viele Menschen haben