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Eigentlich sollten alle Niederschlage km Großen auf dieseWeise gemacht werden; man würde bedeutend an Zeit und Ge-fäßen sparen, indem hiemit zugleich ein Filtrirapparat verbun-den werden könnte, der das durch die Röhren Abfließendesiltrirte und das durch die Zersetzung daraus Abgeschiedeneabsonderte.
Vermöge der Schwefelsäure, welche im schwefelsaurenKali enthalten ist, giebt seine Auflösung, mit Auflösungen vonBarytsalzen gemischt, auf der Stelle weiße Färbungen undNiederschläge von schwefclsaurem Baryt,- es dient alsodazu den Baryt von anderen Stoffen zu trennen und ihn nament-lich vom Kalk zu unterscheiden, denn dieser setzt, wenn er vor-handen ist, erst längere Zeit nach dem ZusammenmischenkleineKrystalle von schwefelsaurem Kalk oder Gyps ab.
Durch seinen Gehalt an Kali dient das schwefelsaure Kalizum Glasmachen, denn Kali und Kiesel sind die Hauptbe-standtheile des Glases.
100 Pfund geglühter Kies-Sand,
60 Pfund schwefelsaures Kali,
18 Pfund gebrannter Kalk und8 Pfund Holzkohlenpulver
werden wohl mit einander gemengt und geradezu, ohne dasGemenge erst vorher in den Frittofen zu bringen, in den Glas-tiegel eingetragen. Da die Masse sehr schäumt, so müssen dieTiegel beym ersten Einträgen nicht ganz gefüllt werden.
Mit der schwefelsauren Thonerde verbindet sich das schwefel-saure Kali zu einem schwer auflöslichen Doppelsalze, das,wenn man starke Auflösungen von beyden zusammengicßt, alsein weißes Pulver niederfällt und Alaunmehl heißt, indemes durch Auflösen in Wasser und Krystallisiren den Alaun giebt.Auf diesem Verhalten des schwefelsauren Kalis zur schwefelsau-ren Thonerde beruht die Scheidung der schwefelsau-ren Thonerde von schwefelsaurem Eisen in denAlaunfabriken.