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Grundlehren der Chemie für Jedermann : besonders für Aerzte, Apotheker, Landwirthe, Fabrikanten, Gewerbtreibende, und alle Diejenigen, welche in dieser nützlichen Wissenschaft sich gründliche Kenntnisse erwerben wollen
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brauchen, man hat sich alsobey ihrer Darstellung mit dcmHitz-grade in Acht zu nehmen.

Schwefelsaures Kali.

Wenn man

1 M. G. oder 101 Loth Salpeter mit

2 M. G. oder 98 Loth Schwefelsäure

von 1,850 Eigenscbwere Behufs der Bereitung der Salpeter-säure (S. 91.) destillirt, so bleibt in der Retorte ein weißes sauresSalz zurück, das aus

1 M. G. oder 47,2 Loth Kali und

2 M. G. oder 80 Loth trockner Schwefelsäurenebst 5 Loth Wasser besteht und saures schwefelsauresKali heißt. Löst man

132 Loth dieses Salzes mit396 Loth Wasser

auf, so scheidet sich in der Kälte eine Verbindung von

1 M. G. oder 47,2 Loth Kali mit

1 M. G. oder 40 Loth Schwefelsäure ab, dieman schwefelsaures Kali nennt, indeß 1 M.G.Schwe-felsäure in Verbindung mit etwas schwefelsaurem Kali in derMutterlauge bleibt.

Addirt man die oben angegebenen Bestandtheile des schwe-felsaurcn Kalis zusammen, so erhält man als Summe die Zahl87,2; diese ist folglich sein Mischungsgewicht, und in die-sem Verhältnis! (—87^A) muß es folglich auchangewandt werden, wenn man 1 M. G. irgendeines anderen, zersetzbaren Salzes dadurch zer-setzen will, z. B. salpetersauren Baryt, salzsauren Kalk rc.

Einige Salze, namentlich essigsaurer Kalk und essigsauresBley machen hierin eine Ausnahme. Mischt man z. B.

1 M. G. oder 19 0 Loth Bleyzucker mit

1 M. G. oder 87 Loth schwefelsaurem Kalibeyde für sich im Wasser aufgelöst zusammen, so wird nicht allesBleyoxyd des Bleizuckcrs durch die Schwefelsäure des schwefel-sauren Kalis niedergeschlagen, sondern ein Theil bleibt ausge-