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immer heißer, bis endlich ein Punkt kommt, wo die Hitze un-veränderlich ist und 112° N. beträgt. Dieß ist nchmlich dieHitze, welche eine mit kohlensaurcm Kali gesättigte Auflösungannimmt. Will man daher irgend einen Stoff bis zu diesemPunkt (112° R.) erhitzen, so bringt man ihn in eine untenzugeschmolzene Glasröhre und taucht diese in die Potaschenlaugeund bringt sie nach und nach zum Sieden. Schon im früher»sind mehrere Hitzgrade angegeben, welche gesättigte Salzlösun-gen annehmen (S. 123.). Ihre Beachtung ist dem Tech-niker von Wichtigkeit, weil er das bloße Feuer nie so indie Gewalt bekommen kann, unreinen bestimmten Hih-grad auf längere Zeit hervorzubringcn.
Es ist schon (S. 132.) bemerkt worden, daß trocknes Kalian der Luft flüssig wird, indem es Wasser aus derselben auf-nimmt und sich darin auflöst. Aus dieselbe Weise verhält sichdas kohlensaure Kali, es ist fast eben so wassersüchtig wie jenes.Aber nicht bloß der Luft, sondern auch anderen wasserhaltigenKörpern entzieht dasselbe das Wasser z. B. dem Weingeist.Schüttet man ganz trocknes, geglühtes kohlcnsaures Kali inWeingeist, so wird es flüssig, und der Weingeist zeigt sich gegenden s. g. Spiritus-Prober um mehrere Grade stärker, d. h.minder wasserhaltig.
Dieses Verhalten ist von Firnißfabrikantcn benutzt worden,um sich schnell einen starken Weingeist zum Auflösen derHarzeznverschaffen. Ein solcher Weingeist taugt aber nicht zu einemguten Firniß, denn er ist immer potaschenhaltig, wenn manihn nicht noch einmal destillirt, und selbst wenn auch letzteresgeschehen ist, so zeigt schon der scharfe Nachgeschmack, welchener besitzt, die erlittene Veränderung. Auch hat die Erfahrungbewiesen, daß ein über Potasche abgezogener Weingeist Firnissegiebt, die nach dem Aufstreichen sehr bald Risse bekommen.
Sollte Jemand, der von dieser nachtheiligcn Einwirkungder Potasche auf den Weingeist nicht unterrichtet war, einegrößere Menge Weingeist über Potasche abgezogen haben, sokann er ihn dadurch wieder Herstellen, daß er ihn über gestoße-nen Alaun noch einmal abzicht.