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Schüttet man in eine Flasche, deren Gewicht man ge-nau kennt,
69^Z- Gran reines kohlensaures Kali (S. 130.) und100 Gran Wasser
und gießt nun nach und nach, unter österm Umschüttcln 138^HGran einer Salpetersäure von 1-288 Eigenschwere (siche TabelleS. 103.) hinzu und wiegt, wenn keine Gasblascn mehr auf-steigen, die Flasche mit ihrem Inhalt auf einer genauen Wage,so wird man finden, daß an der Summe des abgewogenen Sal-zes, des Wassers, und der Säure (6 9^A, 100 u. 138i-AL —307-^H-) 22 Gran fehlen. Diese fehlenden 22 Gransind Kohlensäure, die in dem kohlensauren Kali enthaltenwaren, aber durch den Zusatz der Salpetersäure, die sich ander Stelle der Kohlensäure mit dem Kali vereinigte, als Gas sichentwickelten und davon gingen.
Da die Kohlensäure etwas Wafserdampfmit fortnimmt, soist das Ergebniß dieses Versuchs nicht ganz genau, man kannsich aber dadurch von seiner Richtigkeit überzeugen, daß mandie Flüssigkeit in der Flasche bis zur Trockne' abdampft. Esbleibt in diesem Fall salpetersaurcs Kali oder Salpeter zurückund zwar genau 101^ Gran. Da nun das Mischungsgcwichtdes Kalis 47,2 (S. 131.), dasder Salpetersäure 54 (S. 94.) ist, was
zusammen addirt die Summe 101,2 giebt, so folgt, daß die69,2 kohlensaures Kali aus
47,2 Kali und22 Kohlensäure bestehen und
die Zahl 69,2 das Mischungsgewicht des kohlen-sauren Kalis ist, und daß man folglich dieses Salzstets in diesem Verhält» iß an wenden muß, umandere, durch dasselbe zersetzbare, Salze zu zer-setzen. Hierin liegt auch der Grund, warum die 138^§H-Gran Salpetersäure von 1,288 Eigenschwere völlig hinreichendsind, alle Kohlensäure (nehmlich 22 Gran) aus 69 ^Z-GrankohlensaurcnKali's auszutreiben und alles darin enthaltene Kali