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zu verändern. Da nun die Sauerstoffzahl 8 der Maaßstabfür die Mischungsgewichte der andern Stoffe ist, (S. 5.) sofolgt, daß 47,2 das Mischungsgewichtdes Kali's sep, indemdiese genau 8 Sauerstoff enthalten. Kommen hiezunun noch 9 Wasser, welche dem nach S. 30. dargcstelltenKali nicht durch Glühen entzogen werden können, so erhaltenwir für das Aetzkali dasMischungsgewicht — 56,2. In die-sem Verhältniß muß also stets das Aetzkali ange-wandt werden, wenn man damit Sauren sätti-gen oder Salze zerlegen will.
Wenn man dasKali mitKohlein einem Gefäß vonSchmiede-eisen bis zum Weißglühen erhitzt, so wird ihm der Sauerstoffdurch die Kohle entzogen und dasKali in Kalimetall verwandelt.Es hat die höchst merkwürdige Eigenschaft, in Berührung mitWasser zu brennen. Es zieht nehmli'ch den Sauerstoff mit ei-ner solchen Heftigkeit aus dem Wasser an, daß die dabei freywerdende Hitze hinrcicht, das sich zugleich entwickelnde Wasser-stoffgas zu entzünden. Da das Kalimetall von keinem Nutze»für den Techniker ist und seine Darstellung einen sehr geübtenChemiker erfordert, so übergehe ich hier die nähere Angabe sei-ner Bereitung.
Wenn man etwas trocknes Kali in einer flachen Schale andie Luft stellt, so wird es nach einiger Zeit flüssig. Es ziehtin diesem Fall Wasser aus der Luft an und verbindet sich damit.Denn das Kali besitzt ein starkes Bestreben, das Wasser ande-ren Körpern zu entziehen und in sich aufzunehmen. Gleichzei-tig nimmt das Kali Kohlensäure aus der Lust auf und wird da-durch wieder theilweise zu Potasche. Daher kann es nur invollen, sehr gut verschlossenen Gefäßen, worin es heiß geschüt-tet worden, ausbewahrt werden.
Die Auflösung von Kali in Wasser heißt Lauge. Sie kannstark und schwach seyn, weil sich das Kali in fast allen Verhält-nissen mit dem Wasser mischen läßt. Eine solche Lauge darf wederin eichenen noch kupfernen Gefäßen aufbewahrt werden; denn vonersteren wird siebraunund von letzterem löst sie Kupfer auf. Ambesten sind Gefäße aus starkem Fichtenholz oder Eisen.