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phosphorsaurcn, salzsauren oder salpetersauren Ammoniaks)strömen zu lassen. Geschieht aber dich, so entsteht diese ge-fährliche Verbindung von Chlor und dem Stickstoff des Am-moniaks, die sich in wachs gelben, öhlartigen Tropfenauf der Oberfläche der Flüssigkeit sammelt, die Key der gering-sten Veranlassung z. B. bey Berührung mit Campher, Leinöhl,Baumöhl, Tcrpcntinöhl und vielen anderen Stoffen auf hef-tigste verpufft und die Gefäße mit großer Gewalt zertrümmert.2 Gran Chlorstickstoff bewirken einen stärkernKnall als ein Flintenschuß. Ein berühmter franzö-sischer Chemiker entdeckte diese Verbindung zuerst und die ersteFreude darüber mußte er sogleich mit dem Verluste eines Augesbüßen. — Man kann demnach bey Darstellung der Chlorver-bindungen nichtvorsichtig genug seyn, namentlich muß man dar-aufsehen, daß die Soda, welche man zur Bereitung der Chlor-soda (S. 77.) anwendct, keinen Salmiak oder vielmehrkein kohlcnsaurcs Ammoniak enthält, welche, wenn nicht absicht-lich, doch einmal durch Zufall darunter seyn und Anlaß zurBildung dieser gefährlichen Verbindung geben könnten.
Da der Chlorstickstoff gar keiner technischen Benutzung fähigist, so thut derjenige, welcher mit chemischen Versuchen nichtganz genau vertraut ist, am besten, sich mit der Darstellungdesselben nicht zu befassen.
Aus obigem folgt für den Techniker die Regel,daß Chlor und Ainmoniak, so wie Chlor u. A m m o-niaksalze, ja selbst ammoniak haltige Metallsalze,z. B. der Eisen-, Zink- und Kupfersalmiak, niezusammen gebracht werden dürfen.
Vom Kali.
Das Kali ist ein Laugen salz wie das Ammoniak (S. 111),färbt wie dieses die rothcn Blumenfarben grün und die Curcumabraun, das durch Säuren geröthetc Lackmus wieder blau undmacht den Hauptbestandtheil der gewöhnlichen Potasche aus.Diese ist nehmlich eine Verbindung von Kali mit Kohlensäure,welche aber gewöhnlich mit noch anderen Salzen verunreinigt ist.Grblchrend. Chemie. 9