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werth, daß auch wir es so erzielen könnten, da der immer nochzu theure Salmiak die Anwendung des Ammoniaks zu techni-schen Zwecken sehr erschwert.
Das krpstallisirte schwefelsaure Ammoniak besteht aus
17 Loth Ammoniak,
40 Loth Schwefelsäure und
18 Loth Krystallwasser. Dieß giebt
als Summe 75Loth. Folglich ist75 dasMischungs-gewi cht des sch wefel sauren Ammoniaks, und folglichmuß man dieses Salz in diesem Verhältniß (—75)anwcnden, wenn man dadurch 1 Mischungsgewicht von einemanderen Salze z. B. Kochsalz, salzsauremKalk rc. zersetzen will.
Man hat auch dieses Salz als ein Schutzmittel gegen dasVerbrennen brennbarer Sachen vorgeschlagen. Allein es istnicht rathsam es hiezu anzuwenden. Wird es nehmlich aufdemZeuge trocken, so verdunstet ein Theil Ammoniak und es bleibtfreye Schwefelsäure aus der Faser zurück, diese zerfrißt aber die-selbe und macht sie mürbe, wie ich bereits oben (S. 120.) an-geführt habe.
1 Loth schwefelsaures Ammoniak wird von 2 Loth kaltenund 1 Loth kochenden Wassers vollkommen aufgelöst.
Salzsaures Ammoniak.
Dieses Salz wird auch Salmiak genannt und ist das be-kannteste von allen Ammoniaksalzcn. Es wird im Großen da-durch erhalten, daß man das bey der Destillation der Knochengewonnene unreine kohlensaure Ammoniak in Schwefelsäure auf-löst oder mit schwefclsaurem Eisen vermischt, wodurch man eineAuflösung von schwcfelsaurem Ammoniak erhält. Diese wirddurch Zusatz von Z8 Theilen Kochsalz auf je 75 Theile des inder Auflösung befindlichen schweselsauren Ammoniaks zersetzt,indem man das Gemisch abdampft und sublimirt. Das Am-moniak steigt mit der Salzsäure des Kochsalzes als Salmiak indie Höhe und sammelt sich im Retortenhals als cineweißeMassean, indeß die Schwefelsäure mit der Soda des Kochsalzes als