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weniger Ammoniak als es haben muß. Die Menge Salz,welche man noch hinzusetzen muß, um die Salz-säure vollkommen zu sättigen, giebt daher einenMaaßstab für den geringer» odergrößern Gehaltan Ammoniak.
Weil das kohlensaure Ammoniak sich gleich dem reinenAmmoniak (S. 109.) mit allen Säuren verbindet, so zersetzt eseine Menge Erd- und Metalloxydsalze, deren Erd- und Me-talloxyde seiner Einwirkung weichen müssen und nicderfallen,indem es sich mit den Säuren verbindet und meistens seine Koh-lensäure an die niederfallenden Erd- und Mctalloxyde abgiebt.Solche Salze sind unter anderen der Gyps oder schwefelsaureKalk, der Alaun oder die schwefelsaure Thonerde, der Eisen-vitriol oder das schwefelsaure Eisenoxydul, der salzsaureKalk re.
Hieraus wird der Nutzen des kohlensauren Ammoniaks er-sichtlich und er könnte noch viel größer seyn, wenn der Preisdieses Salzes seine öftere Anwendung gestattete.
Denn da cs die Stelle der Potasche und der Soda zurZer-sctzung von Salzen und zur Darstellung kohlensaurer Erd- undMetall-Verbindungen meistens vollkommen ersetzen kann, sokäme dem Techniker das kleine Mischungsgewicht dieses Salzes(---48) sehr zu statten. Künftig werden wir sehen, daßdas Mischungsgewicht der reinen trocknen Potasche oder deskohlensauren Kalis — 69, das der krystallisirten kohlensaurenSoda — 143 ist. Vergleicht man nun mit diesen Zahlen dieMischungszahl des kohlensauren Ammoniaks — 48 und bedenkt,daß nach dem früher bereits entwickelten Gesetzen 48 Lothkohlensaures Ammoniak eben so viel Säure zusättigen, eben so viel Thon- und Kalkerde ausThon- und Kalksalzen zu fällen im Stande sind,als 69 Loth Potasche und 143 Loth kohlensaureSoda, so begreift man den Vortheil seiner Anwendung inFällen, wo man sich dieses Salz wohlfeil genug verschaffenkann. Selbst um einen Preis der doppelt so groß wäre wie derder kohlensauren Soda, würde es, nach dem oben angeführten