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63 Loth Salmiak mit66 Loth Kalk, welche mit168 Loth Wasser gelöscht worden,mit einander ineinergewöhnlichen Destillirblasecrhitzt, dieeincnzinnernen Helm hat. Die Röhre, durch welche das Gas sichentwickelt, leitet man in eine Flasche die 8 Loth Wasser enthältund mit noch 2 anderen Flaschen durch Röhren verbunden ist,in deren jeder 23 Loth Wasser befindlich sind. Die Röhrenwelche das Gas in das Wasser leiten, müssen mit ihrenMündun-gen in die Flüssigkeiten eintauchen. Auf biese Weise erhält manin der ersten Flasche eine unreine, in den beyden anderen einereine Ammoniakflüssigkeit.
Den hiebey anzuwendcnden Kitt bereitet man aus gestoßenemKalk mit Firniß angerührt. Er widersteht der Einwirkung desAmmoniakgases, wenn man die damit verschmierten Fugen ersthat gehörig trocken werden lassen.
Das Ammoniakgas ist viel leichter , als die Luft, es machtdaher auch das Wasser, womit es sich verbindet, leichter unddehnt es aus. Man kann daher eine Flüssigkeit, welche Am-moniak enthält, nicht nach der Schwere, wie es beyden Säurender Fall, sondern nur nach der Leichtigkeit auf ihren Ge-halt an Ammoniak beurtheilen. Ein Wasser, welches mitAmmoniakgas gesättigt ist, hateineviel geringere Eigenschwereals reines Wasser. Sie verhalten sich zu einander wie 891 zu1000. Das heißt: in ein Glas, welches von 1000 GranWasser vollkommen erfüllt wird, lassen sich nur 891 Gran einerAmmoniakflüssigkeit bringen, deren Wasser so viel Ammoniak-gas enthält, als es nur aufnehmen konnte. Man drückt alsoin diesem Fall die Eigenschwere dieser starken Ammoniakflüssig-keit durch 0,891 aus.
Je mehr dagegen eine Ammoniakflüssigkeit sich in ihrer Ei-genschwere der Eigenschwere des Wassers nähert, also jeschwerer sie wird, desto schwächer ist sie, oder destoweniger Ammoniak enthält sie. So sind in einer Ammoniak-flüssigkcit von 0,891 Eigenschwere aus